War Sängerknabe und beherrschte im Alter von zwölf Jahren bereits das Orgelspiel. 1897–1901 Studium am Wiener Konservatorium bei J. Schalk (Klavier), Hans Hofmann (Klavier) und R. Hummer (Violoncello), anschließend noch bei G. Valker (Orgel) und R. Glickh (Violoncello und Komposition) an der MSch. Liebing. 1903 Solocellist im Johann Strauß jun. Orchester, begann er bald eine Konzerttätigkeit in ganz Europa als Pianist, Kammermusiker und Begleiter (u. a. von Li. Lehmann). 1907–49 lehrte er Klavier am Salzburger Mozarteum (1914–17 Direktor), zu seinen bekanntesten Schülern zählten hier u. a. H. v. Karajan und G. Schuchter. L. war auch als Dirigent und Opernkapellmeister am Salzburger Stadttheater tätig.
Ehrungen
- Englischer Krönungsorden
- Osmanischer Orden für Kunst und Wissenschaft 1903
- Wappenmedaille in Gold der Stadt Salzburg
- Große Silberne Medaille der Stadt Salzburg
- Ehrenbecher und Ring des Landes Salzburg
- Ehrenmitglied des Mozarteums
- Prof.-Titel
- Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich
Werke
Kirchenmusik; Opern (Die Winzer); Orchesterwerke; Kammermusik; Klavierstücke; Lieder.
Schriften
- Der Mozarteum-Schüler Heribert von Karajan in ÖMZ 12 (1957)
Literatur
- Salzburger KulturL 2001
- Who is who in Öst. 1979
- Riemann 1961
- Kürschner 1954
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- ÖMZ 13 (1958) [Ehrentafel Österreichischer Tonkünstler]
- Slg. Moißl
- www.moz.ac.at (8/2003)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
17.2.2022Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Ledwinka, Franz“ (17.2.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d725 (abgerufen am )
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