Ab 1.5.1579 an der Grazer Hofkapelle (Hofmusikkapellen) bezeugt. Unterrichtete die Kinder Erzhzg. Karls II. v. Innerösterreich und wurde 1590 als Katholik für den Grazer Stadtrat vorgeschlagen. Am 1.10.1604 wurde ihm als Hofbassist eine jährliche Pension von 100 fl zugewiesen. K. schrieb zahlreiche Chorbücher: A-Gu 22 (für Seckau, 1607), 82, 89, 97 (aus dem Grazer Jesuitenkolleg); SI-Ln 339, 343, 344 (aus den Geschenken von 339–344 von K.s Sohn Karl an Bischof Thomas Hren); A-Wn 16702–16705, 16707, 16708, 19427 (aus den Beständen der nach Wien übersiedelten Kapelle Kaiser Ferdinands II.). Diese enthalten zahlreiche Unica. Neben den Lokalkomponisten (A. Padovano, S. Gatto, F. Rovigo, L. de Sayve, A. Zweiller) werden auch J. Regnart, O. di Lasso und Giovanni Pierluigi da Palestrina überliefert.
Literatur
- StMl 1962–66
- Federhofer 1967
- [Kat.] Musik i. d. St. 1980
- E. Škulj, Hrenove korne knjige 2001
- H. Federhofer in U. Konrad et al. (Hg.), [Fs.] M. Staehelin 2002
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kuglmann (Kugelmann, Khuglman), Georg“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d657 (abgerufen am )
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