Regnart, Jacob

* ca. 1540 Douai/F, † 16.10.1599 Prag

Komponist, Kapellmeister, Sänger

Erhielt seinen ersten Musikunterricht vermutlich in Douai. Ab ca. 1557 war er in Diensten der Habsburger, zunächst wohl als Chorist in der Prager Hofkapelle Erzhzg. Maximilians unter J. Vaet; 1560 dort als Tenorist belegt. 1564 wurde der Erzhzg. zum deutschen K. Maximilians II. gewählt und R. stieg zum kaiserlichen Kapellsänger auf. 1566 reiste er im Gefolge des Kaisers nach Augsburg/D, 1568–70 nach Italien. Danach wurde er Präzeptor der Sängerknaben. 1579 stieg er unter Rudolf II. zum Vizekapellmeister auf (neben Ph. de Monte). 1582 ging er nach Innsbruck an den Hof Erzhzg. Ferdinands II., wo er 1585 Kapellmeister wurde (Nachfolger G. Bruneaus). Nach Ferdinands Tod kehrte R. 1596 an die HMK nach Prag zurück, wo er ab 1598 wieder Vizekapellmeister war. Seine Brüder François (ca. 1530–1600), Augustin, Karl und Pascasius waren Musiker bzw. Kleriker.

Werke

Kurtzweilige teutsche Lieder 1576, 1583 ( 3 Teile) u. ö.; Newe kurtzweilige Teutsche Lieder (s. Tbsp.) 1580; Sacrae aliquot cantiones 1575, Aliquot cantiones, vulgo motecta appellatae 1577 [CMM 62/4–5]; Mariale (lat. Marienmotetten) 1588; Messen (s. Tbsp.), geistliche Gesänge (s. Tbsp.).

Literatur

Hörbeispiele

© 2002 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck
© 2002 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck
© 2003 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Regnart, Jacob“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de9f (abgerufen am )

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