Krückl (Krükl), Franz

* 10.11.1841 Edelspitz bei Znaim/Böhmen (Sedlešovice/CZ), † 12.1.1899 Straßburg/F

Sänger (Bariton bzw. Bassbariton) und Theaterfachmann

Kam 10-jährig nach Wien, war Schüler des Löwenburgischen Konviktes, 1855/56 Hofsängerknabe und erhielt Musikunterricht (Gesang, Klavier, Violine und Theorie). Nach einem Jusstudium war er u. a. in einer Anwaltskanzlei beschäftigt und sang im Wiener Akademischen Gesangverein, schlug 1868, vorbereitet u. a. von F. O. Dessoff, die Sängerlaufbahn ein, debütierte in Brünn, trat dann an deutschen Bühnen auf (u. a. 1869–71 Kassel, 1871–74 Augsburg, 1874–81 Hamburg, 1876/77 auch in Köln, 1884–86 Frankfurt am Main) und ging 1882/83 mit A. Neumanns Wagner-Theater auf Tournee durch Europa. 1883–1892 unterrichtete K. am Hochschen Konservatorium in Frankfurt a. M. und gastierte daneben, besonders in Opern Rich. Wagners, aber auch im italienischen Fach, in vielen großen Opernhäusern, u. a. 1880 und 1885 in Wien. 1892–99 war er schließlich Direktor und Regisseur am Straßburger Stadttheater und wirkte nur noch in Konzerten mit. Als Mitbegründer der Deutschen Bühnengenossenschaft war K. auch mit der Einführung eines Theatergesetzes erfolgreich.

Werke

einige Vokalwerke (u. a. eine Messe 1856) aus der Jugendzeit.

Schriften

  • Das dt. Theater u. sein gesetzlicher Schutz u. der Vertrag zwischen Direktor und Mitglied der dt. Bühne 1889

Literatur

  • K-R 1997 u. 2000 [Krükl]
  • Kosch 2 (1960)
  • ÖBL 4 (1969)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Krückl (Krükl), Franz“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d644 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.