Kam 10-jährig nach Wien, war Schüler des Löwenburgischen Konviktes, 1855/56 Hofsängerknabe und erhielt Musikunterricht (Gesang, Klavier, Violine und Theorie). Nach einem Jusstudium war er u. a. in einer Anwaltskanzlei beschäftigt und sang im Wiener Akademischen Gesangverein, schlug 1868, vorbereitet u. a. von F. O. Dessoff, die Sängerlaufbahn ein, debütierte in Brünn, trat dann an deutschen Bühnen auf (u. a. 1869–71 Kassel, 1871–74 Augsburg, 1874–81 Hamburg, 1876/77 auch in Köln, 1884–86 Frankfurt am Main) und ging 1882/83 mit A. Neumanns Wagner-Theater auf Tournee durch Europa. 1883–1892 unterrichtete K. am Hochschen Konservatorium in Frankfurt a. M. und gastierte daneben, besonders in Opern Rich. Wagners, aber auch im italienischen Fach, in vielen großen Opernhäusern, u. a. 1880 und 1885 in Wien. 1892–99 war er schließlich Direktor und Regisseur am Straßburger Stadttheater und wirkte nur noch in Konzerten mit. Als Mitbegründer der Deutschen Bühnengenossenschaft war K. auch mit der Einführung eines Theatergesetzes erfolgreich.
Werke
einige Vokalwerke (u. a. eine Messe 1856) aus der Jugendzeit.
Schriften
- Das dt. Theater u. sein gesetzlicher Schutz u. der Vertrag zwischen Direktor und Mitglied der dt. Bühne 1889
Literatur
- K-R 1997 u. 2000 [Krükl]
- Kosch 2 (1960)
- ÖBL 4 (1969)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Krückl (Krükl), Franz“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d644 (abgerufen am )
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