Sohn des Tabakaufsehers Adam Chrystoph v. K. Trat 1808 in das Stift Melk ein. Erhielt 1811 die Priesterweihe in St. Pölten und wurde Prof. am Stiftsgymnasium (1811–19). 1811/12–25 wirkte er dort als Regens chori (1819–25 auch Direktor der Sängeralumnen) und verhalf der Kirchenmusik gemeinsam mit dem Organisten K. Schneider unter den Äbten Anton Reyberger (1810–18) und Marian Zwinger (1819–37) zu einem neuen Aufschwung. 1821 legte K. einen noch heute wertvollen thematischen Katalog der Musikalien des Hauses an. Unter seiner Leitung wurden Messen von J. und M. Haydn, W. A. Mozart, J. N. Hummel und J. Eybler sowie die Oratorien von J. Haydn, Symphonien und Konzerte aufgeführt. Aus gesundheitlichen Gründen zog er sich als Musikdirektor zurück war in den folgenden Jahren als Seelsorger in Prottes/NÖ (1825–35), Oberweiden/NÖ (1835–41) und Grillenberg (1841–46) tätig. Zuletzt war er 1846–56 Wirtschaftsverwalter des Stiftes Melk in Guntramsdorf.
Schriften
Literatur
- Wurzbach 13 (1865)
- Freeman 1989
- Mendel.-R. 6 (1876)
- Neue Wr. Musik-Ztg. 25.9.1856, 170
- Taufbuch Tom. 5 der Pfarre Rabensburg, fol. 9
- Mitt. Diözesanarchiv Wien (Priesterdatenbank)
Autoren
- Alexander Rausch
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
29.4.2015Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Alexander Rausch, Art. „Krieg, P. Adam OSB“ (29.4.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d621 (abgerufen am )
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