Tochter des Hof- und Gerichtsadvokaten Ernst K., der 1908–12 Vizepräsident der Gesellschaft der Musikfreunde war. 1915–19 Studium der Musikwissenschaft an der Univ. Wien (Dr. phil. 1919). Ab 1917 Mitarbeiterin des Instituts für Musikwissenschaft. Private Studien bei J. V. Wöss (Harmonielehre, Kontrapunkt) und A. Bricht-Pyllemann (Gesang). Ab 1915 Mitglied des Singvereins der GdM. 1919 Bibliotheksassistentin der GdM, 1923 Amanuensis in Archiv, Bibliothek und Sammlungen der GdM, 1930–62 Archivdirektorin als Nachfolgerin von E. Mandyczewski. 1922 wirkendes Mitglied der Gesellschaft für Herausgabe der Denkmäler der Tonkunst in Österreich, ab 1924 auch für die Universal-Edition tätig. Darüber hinaus ab 1921 auch als Kontrabassistin (Stimmführerin) im Wiener Frauensymphonieorchester und ab 1939 im Frauen-Symphonie-Orchester Gau Wien aktiv, für dessen Konzerte sie auch für die Konzerteinführungen verantwortlich zeichnete.
Schriften
- Mitarbeit bei R. v. Perger/R. Hirschfeld Geschichte der K.k. GdM in Wien 1912
- Jacob Buus und seine Werke, Diss. Wien 1919
- Raimund-Liederbuch 1924
- Führer durch die Josef Haydn Kollektion im Museum der GdM 1932
- [Kat.] J. Brahms Wien 1933
- gem. m. H. Maschek, Das Wiener Lied von 1792 bis 1815 (DTÖ 42/2 [1935] = 79 [1960])
Literatur
- H. Kralik, Das Buch der Musikfreunde 1951
- MGÖ 3 (1995)
- E. Th. Hilscher, Denkmalpflege und Musikwissenschaft 1995
- S. Böck, Frauenorchester in Wien, Dipl.arb. Wien 1995
- Mitt. O. Biba
- www.demos.ac.at (3/2019)
- https://scopeq.cc.univie.ac.at (3/2019)
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Kraus, Hedwig“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5e2 (abgerufen am )
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