Ca. 1564 wurde er Singknabe in der Kapelle des Erzhzg.s Ferdinand II. von Tirol (zunächst in Prag, dann in Innsbruck). Von G. Bruneau und A. Utendal erhielt er Musikunterricht. Nach dem Stimmbruch (1572) erhielt er ein dreijähriges Stipendium, danach kehrte er wieder nach Innsbruck zurück. Vor 1577 wurde er in der Hofkapelle als Tenorist angestellt (ab 1585 unter J. Regnart). Wiederholte finanzielle Zuwendungen und die Verleihung eines Wappenbriefs (1604) zeugen von hohem Ansehen. 1591–1614 war er (als Nachfolger von F. Sales) Kapellmeister am königlichen Damenstift in Hall.
Werke
Rosetum Marianum, hg. von B. Klingenstein 1604; Messen, Motetten.
Literatur
- MGG 7 (1958)
- Senn 1954
- NGroveD 13 (2001)
- Tschmuck 2001
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kolb (Kolbanus, Kholbio), Simon“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d544 (abgerufen am )
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