Besuchte 1748–54 die Schule des Benediktinerstiftes Melk, wo er auch Musikunterricht von M. Gurtler erhielt; 1754 Profess; kam nach Wien, um in den frühen 1760er, möglicherweise schon in den späten 1750er Jahren Kompositionsunterricht bei J. Haydn zu nehmen; 1761 Primiz in Melk und Chorregent der Stiftskirche; Musiklehrer der Klosterschüler, mit ihnen Aufführungen vor Kaiser Franz I. (1764), Maria Theresia und Marie Antoinette (1770, dafür das biblische Singspiel Rebecka, die Braut Isaaks); ab 1770 Dienst in den Pfarren von Gettsdorf und Weikendorf/NÖ, 1781 Pfarrer in Oberweiden. Zu seinen Schülern zählten Kajetan Andorfer (1748–86), M. Paradeiser und G. Hauer. Seine Kompositionen zeigen kaum den Einfluss seines Lehrers Haydn, für dessen Werke er und seine Schüler aber eintraten.
Ehrungen
- goldene bzw. silberne Denkmünze von Marie Antoinette und Kaiser Joseph II. 1770
Werke
Kirchenmusik (Messen, Requien, marianische Antiphonen); Applausus de Tobiae historia (verschollen); Singspiele (Jocosa musica; Rebecka, die Braut Isaaks, Musik verschollen); Lieder; 4 Divertimenti bzw. Cassationen; Kammer- und Klaviermusik.
Literatur
- NGroveD 13 (2001)
- MGG 7 (1958)
- Erhart 1998
- MGÖ 2 (1995)
- R. N. Freeman in Stift Melk: Geschichte und Gegenwart 1 (1980)
- R. N. Freeman in Haydn Yearbook 1982
- Freeman 1989
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Kimmerling, P. Robert OSB (Johannes Evangelist)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d448 (abgerufen am )
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