Hauer, P. Gregor OSB (Joseph)

* 3.2.1753 Ernstbrunn/NÖ, † 6.9.1822 Seitenstetten/NÖ

Geistlicher und Musiker

Erhielt seine Ausbildung als Sängerknabe und Schüler von R. Kimmerling in Melk, 1770 trat er in das Benediktinerstift Seitenstetten ein. Während seiner Theologiestudien in Salzburg, wo er mit M. Haydn in Beziehung trat, und Wien bildete er sich zum Cellisten aus. Nach seiner Primiz 1778 wurde er Präfekt der Sängerknaben und Regens chori (bis 1784), 1780 Direktor der Normalschule im Stift. Bis 1818 war er in verschiedenen Stiftspfarren als Seelsorger tätig. Seine einaktige Klosteroperette nach einem Text von M. Lindemayr ist eine echte Kurzoper, in der alle Figuren und der gesamte Text gesungen werden (nicht mit der Vertonung desselben Textes durch F. Aumann zu verwechseln). Der Kremsmünsterer Stiftshofmeister in Wien P. Christoph H. (Franz de Paula, 1725–89) und der ebenfalls sehr musikliebende Abt von Melk der Jahre 1763–85 Urban II. H. († 17.10.1785 Wien), der 1783 in aufgeklärtem Geist eine restriktive Chorordnung erließ und den Mönchen privates Musizieren erlaubte, waren Brüder seines Vaters.

Werke

Der Bindermeister (1789); Variationen für Vc. (verschollen); Messe in F, Alma redemptoris.

Literatur

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Hauer, P. Gregor OSB (Joseph)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0b5 (abgerufen am )

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