Erhielt seine musikalische Ausbildung durch seinen Vater Jacob K., der Lehrer und Regens chori in Gottesgab war, und 1811–17 am Konservatorium in Prag. Ab 1819 war K. erster Hornist am Theater in Pest und 1822–24 am Wiener Kärntnertortheater (Mitwirkung bei der UA von L. v. Beethovens 9. Symphonie 1824). 1826 wechselte er an das Ständische Theater in Prag und begann am dortigen Konservatorium Trompete, Posaune und Horn zu unterrichten (1867 pensioniert). K. hat einige instrumentenbauliche Verbesserungen für seine Instrumente erfunden, doch konnte sich keine davon für längere Zeit durchsetzen. Eman Kayl, der 1816–22 am Prager Konservatorium Violine studierte, könnte mit ihm verwandt gewesen sein, ebenso J. Keil.
Literatur
- Th. Albrecht in Wr. Oboen-Journal 48 (Dezember 2010)
- Wurzbach 10 (1863)
- J. Branberger, Das Konservatorium f. Musik in Prag 1911
Autor:innen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
2.7.2013Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kail, Joseph“ (2.7.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00034dc4 (abgerufen am )
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