K. legte 1889 die Reifeprüfung in Graz ab, erhielt 1891 die Lehrbefähigung im Fach Religion und war danach in Graz, Feldbach und Schladming tätig. Hier nahm er 1907 sehr aktiv am ministeriellen Volksliedunternehmen (heute: Volksliedwerk) teil und schickte innerhalb weniger Monate über 500 Aufzeichnungen an J. Pommer, vor allem Hirtenlieder, Schnaderhüpfel, Gasslsprüche und Tanzweisen. Im Ersten Weltkrieg war er als Zugführer des IR.s 47 eingesetzt, 1917 heiratete er Grete Krepesch. Ab 1919 unterrichtete K. an der Knabenvolksschule Hirten in Graz, 1923 wurde er Schuldirektor und Oberlehrer an der Knabenvolksschule Ferdinandeum in Graz. 1930 in den Ruhestand versetzt, verstarb K. schon im Jahr darauf an den Folgen einer schweren Arteriosklerose.
Literatur
- J. Trummer in H. Brenner et al. (Hg.), LiedSammlerVolk. Volksliedsammler und -sammlerinnen in der Steiermark 2016
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Autorin
- Eva Maria Hois
Letzte inhaltliche Änderung
22.11.2019Empfohlene Zitierweise
Eva Maria Hois, Art. „Kahr, Franz“ (22.11.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003b0aa0 (abgerufen am )
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