Sohn eines Schuhmachers. J. lernte bei J. Hencke, der 1754 bei seiner Trauung zu St. Stephan (mit Rosalia Gutmayr aus Stockerau/NÖ) sein Trauzeuge war. 1754 legte er den Wiener Bürgereid ab und war anschließend als bürgerlicher Orgelmacher tätig. Er zählt zu den bedeutendsten Orgelbauern seiner Zeit. J.s Witwe ehelichte 1773 St. Helmich, der zunächst das Gewerbe in deren Namen weiterführte, 1779 jedoch eine eigene Berechtigung erhielt. Nach ihrem Tod (5.7.1786 St. Ulrich) übernahm A. Schmid die Werkstätte.
Werke
Obermarkersdorf/NÖ 1759/60 (II/13, erhalten), Pillersdorf 1760 (Reparatur), Pulkau 1762 (22/II, erhalten), Schwechat 1765 (II/18, 1945 zerstört), Bruck an der Leitha 1768–70 (II/18, Teile erhalten), Traismauer/NÖ 1771 (II/18, 1924 Neubau).
Literatur
- H. Heiling in SK 23/2 (1975/76)
- K. Schütz, Der Wiener Orgelbau in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s 1969
- H. Heiling in SK 23 (1975)
- K. Schütz in I. Fuchs (Hg.), Fs. Otto Biba zum 60. Geburtstag 2006
- Hopfner 1999
- Eberstaller 1955
- Tauf-, Trauungs- und Sterbebuch 1700–21 der Pfarre Taßwitz, pag. 121
- Trauungsbuch 1754–56 der Dompfarre St. Stephan (Wien I), fol. 57r
- Sterbebuch 1764–74 der Pfarre St. Ulrich (Wien VII), pag. 628
- Trauungsbuch 1770–75 der Pfarre St. Ulrich, fol. 275r
- WStLA (TBP 1772, 1786)
- Sterbebuch 1780–87 der Pfarre St. Ulrich, pag. 526
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
25.9.2020Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Jesswagner, Matthias (Matthäus)“ (25.9.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d31b (abgerufen am )
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