Jernek, Josef

* 9.4.1911 Wien, † 15.1.2002 Wien

Beamter, Chorleiter

Erhielt bereits früh Klavier- und Violinunterricht und war schon ab 1928 als Chorregent in Wien V tätig. Geprägt von einem Chormeisterkurs des Österreichisch-süddeutschen Chormeisterverbandes bei H. Wagner-Schönkirch, studierte J. ab 1932 an der Univ. Wien, u. a. Musikwissenschaft bei R. Lach und A. Orel (Dr. phil. 1937) und 1933–37 Musiktheorie (Reifeprüfung 1937) an der MAkad. bei F. H. Hartmann und M. Springer. Ab 1938 stand er in Diensten der niederösterreichischen Landesregierung, 1961–74 war er als Musik- und Theaterreferent in der Kulturabteilung tätig. 1939–73 wirkte er als Chordirektor der Schönbrunner Schlosskapelle (Wien XIII). Mitglied des Wiener Schubertbundes. 1965 besorgte J. die Einrichtung und Harmonisierung von L. v. Beethovens Bundeslied op. 122 als Landeshymne von Niederösterreich.

Ehrungen

  • Prof.-Titel 1959
  • Goldene Ehrennadel des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes 1965
  • Stephanus-Orden der Erzdiözese Wien 1968
  • Ehrenmitglied der Internationalen Ges. f. Alte Musik 1970
  • wirklicher Hofrat 1971
  • Silberne Komturkreuz des Ehrenzeichens des Landes NÖ

Schriften

Literatur

  • SK 1/1 (1953/54), 43, 13/1 (1965/66), 25, 15/4 (1967/68), 212, 18/1 (1970/71), 16, 18/3 (1970/71), 118, 21/3 (1973/74), 137, 28/3 (1980/81), 131f, 49/1 (2002), 43
  • www.friedhoefewien.at (4/2015)
  • Mitt. Archiv MUniv. Wien
  • eigene Recherchen (Kataloge der ÖNB)

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

29.4.2015

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Jernek, Josef“ (29.4.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00324268 (abgerufen am )

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