Hartmann, Friedrich Helmut

* 21.1.1900 Wien, † 5.1.1972 Wien

Komponist, Dirigent, Musiktheoretiker

Nach seiner Ausbildung als Jurist (Dr. jur.) und an der MAkad. in Wien (Komposition, Kapellmeister u. a. bei J. Marx, Fr. Schmidt, F. v. Weingartner) wurde H. 1927 Lehrer für Musiktheorie am Konservatorium der Stadt Wien, 1930 auch an der MAkad. Daneben künstlerischer Beirat bei Radio Wien, Chefdirigent des Wiener Kammerorchesters und Mitglied mehrerer Fachkommissionen. Von den Nationalsozialisten 1939 zur Emigration (Exil) gezwungen, ging er nach Südafrika und wirkte 1939–63 als Prof. für Musiktheorie und als Dekan der Musikfakultät zuerst an der Rhode-Univ. in Grahamstown/ZA, sodann an der Univ. von Johannesburg/ZA. Nach seiner Rückkehr nach Wien bekleidete er die Stelle eines Vize-Präsidenten der MAkad. in Wien und lehrte dort 1961–70 Musiktheorie, Komposition und Musikgeschichte. Seine Lehrbücher fanden weite Verbreitung. H. war seit 1929 mit der Konzertsängerin und Musikpädagogin Anny H., geb. Schwed (1892–1972), verheiratet, die als gesuchte Gesangs- und Klavierpädagogin in St. Andrä-Wördern/NÖ, nach der Emigration in Grahamstown wirkte.

Werke

Musik zu Goethes Faust, Musik zum Schauspiel Der weiße Fächer (H. v. Hofmannsthal); Symphonien, ein symphonisches Konzert f. Hr. u. Orch., ein Klar.-Konzert; Kammermusik; Klavierstücke; Lieder; Chormusik.

Schriften

Literatur

  • Kunstnachrichten, Sondernummer, Festausgabe der Staatsakad. für Musik und darst. Kunst in Wien 1937, 20
  • Müller-Asow 1929
  • Kürschner 1954
  • Czeike 3 (1994)
  • Archiv MUniv. Wien

Autor:innen

  • Karl Schnürl
  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Karl Schnürl, Art. „Hartmann, Friedrich Helmut“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d18b (abgerufen am )

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