Huber, Rudolf

* 2.10.1879 Wien, † 15.2.1960 Wien

Posaunist, Organist, Kapellmeister, Komponist

Studierte 1894–96 (ohne Abschluss) am Konservatorium der GdM Orgel bei J. Vockner (Nebenfächer bei R. Fuchs und J. N. Fuchs) und wurde 1896 als Posaunist an das Deutsche Landestheater nach Prag engagiert, das damals unter der musikalischen Leitung von F. Schalk stand. Militärdienst in Wien, kam 1901 an das Burgtheater, hier 1919–29 Kapellmeister. 1922 dirigierte H. im Rahmen der Arbeiter-Sinfoniekonzerte zweimal A. Bruckners 4. Symphonie im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Ab 1933 in der Nachfolge von K. Stiegler Leiter des Wiener Waldhornvereins. Seine Humoresken für Orchester wurden 1920 von den Wiener Philharmonikern zur Aufführung gebracht. H.s Werke waren im Nationalsozialismus verboten.

Ehrungen

  • Verdienstkreuz mit der Krone
  • Hof-Erinnerungs-Jubiläumsmedaille
  • Goldene Verdienstmedaille
  • Kompositionspreis der GdM 1948/49 fConcert-Ouvertüre.

Werke

Melodram Ein kleiner Bub (UA Wien 1911), 1 Oratorium, zahlreiche Bühnenmusiken, Orchester- und Kammermusik, Chorwerke, Bearbeitungen f. Trompeterchor.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

2.4.2014

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Huber, Rudolf“ (2.4.2014), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00309afa (abgerufen am )

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