Er übernahm 1818 die Musik- und Lehranstalt („Oeffentliches Musik-, Lehr- und Erziehungs-Institut“) auf der Wieden (Wien IV) von F. A. Steiner. Unterrichtet wurden neben Musik (Gesang, Violine, Gitarre, Klavier) alle Normal- und Religionsgegenstände der ersten vier Klassen der Normalschule, weiters Französisch und Italienisch sowie Zeichnen und Tanzen; ab 1820 auch Buchhaltung. 1823 suchte H. bei der Statthalterei um Umwandlung der Lehranstalt in ein ordentliches Lehr- und Erziehungsinstitut an, was ihm ein Jahr später nach Ablegung einer Ergänzungsprüfung bewilligt wurde. In der Folge spielte der Musikunterricht nur mehr eine untergeordnete Rolle in der Schule.
Literatur
- E. Benedikt in [Fs.] Bekenntnis zur österr. Musik in Lehre und Forschung 1996
- H. Fleischmann, Das Musikschulwesen in der Stadt Wien in der ersten Hälfte des XIX. Jh.s, Diss. Wien 1989, 82f
- Wr. Ztg. 12.3.1818, Intelligenzbl., 508, 18.4.1818, Intelligenzbl., 783, 24.10.1820, Intelligenzbl., 751f, 14.3.1826, Intelligenzbl., 356, 3.9.1831, Intelligenzbl., 280, 7.11.1831, Intelligenzbl., 561
- Taufbuch der Pfarre Bavory 1784–1849, pag. 1
- Sterbebuch der Pfarre St. Karl Borromäus (Wien IV) 1824–32, fol. 218
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
9.11.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Hofmann (Hoffmann), Johann Baptist“ (9.11.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003e9620 (abgerufen am )
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