Aus einer Musikerfamilie stammend, erhielt H. ersten Unterricht durch den Vater, doch wechselte er bereits 1816 an das Pariser Conservatoire. 1817 siegte er bei einem öffentlichen Wettspiel. Nach weiteren Studien (u. a. bei I. Moscheles) galt er 1825–35 als einer der besten Pianisten Frankreichs (in der Folge wurde er zunehmend durch F. Liszt aus dieser Position verdrängt). 1842–74 war H. Prof. für Klavier am Pariser Conservatoire. Dem Beispiel M. Clementis folgend, gründete er 1851 eine eigenen Klavierfirma und gemeinsam mit seinem Bruder Jacques Simon (* 31.12.1794 Frankfurt am Main/D, † 27.1.1880 Nizza/F) eine Msch. (École spéciale de Piano). Zahlreiche Konzertourneen führten in quer durch Europa und in die USA. H.s Kompositionen (ausschließlich für Klavier) sind technisch anspruchsvoll und entsprechen dem modisch-brillanten Stil der Zeit.
Werke
Variationen über bekannte Melodien (s. Tbsp.), Phantasien (s. Abb.), Tänze, Rondos, Salonstücke, Klavierkammermusik, ca. 8 Klavierkonzerte, Etüden.
Schriften
Literatur
- NGroveD 11 (2001)
- MGG 6 (1957)
- ÖL 1995
- ÖBL 2 (1959)
- NDB 8 (1969)
- NGroveDAmMusic 2 (1986)
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart 1893
Abbildungen
Hörbeispiele
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
10.9.2012Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Herz, Henri (Heinrich)“ (10.9.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002550a (abgerufen am )
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