Herz, Henri (Heinrich)

* 6.1.1806 Wien, † 5.1.1888 Paris

Pianist und Komponist

Aus einer Musikerfamilie stammend, erhielt H. ersten Unterricht durch den Vater, doch wechselte er bereits 1816 an das Pariser Conservatoire. 1817 siegte er bei einem öffentlichen Wettspiel. Nach weiteren Studien (u. a. bei I. Moscheles) galt er 1825–35 als einer der besten Pianisten Frankreichs (in der Folge wurde er zunehmend durch F. Liszt aus dieser Position verdrängt). 1842–74 war H. Prof. für Klavier am Pariser Conservatoire. Dem Beispiel M. Clementis folgend, gründete er 1851 eine eigenen Klavierfirma und gemeinsam mit seinem Bruder Jacques Simon (* 31.12.1794 Frankfurt am Main/D, † 27.1.1880 Nizza/F) eine Msch. (École spéciale de Piano). Zahlreiche Konzertourneen führten in quer durch Europa und in die USA. H.s Kompositionen (ausschließlich für Klavier) sind technisch anspruchsvoll und entsprechen dem modisch-brillanten Stil der Zeit.

Werke

Variationen über bekannte Melodien (s. Tbsp.), Phantasien (s. Abb.), Tänze, Rondos, Salonstücke, Klavierkammermusik, ca. 8 Klavierkonzerte, Etüden.

Schriften

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

10.9.2012

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Herz, Henri (Heinrich)“ (10.9.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002550a (abgerufen am )

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