H. erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in Sondershausen und wirkte später als Kapellmeister am Stadttheater in Hamburg/D. Hier lernte er vermutlich G. Mahler kennen, der ihn 1902 ohne Probespiel als Harfenisten für das Orchester der Wiener Hofoper abwarb. Im gleichen Jahr wurde er auch Mitglied der Wiener Philharmoniker. H. komponierte nebenbei einige Werke, u. a. führte er 1909 unter eigener Leitung mit dem Wiener Tonkünstlerorchester zwei Kompositionen im Wiener Volksgarten auf. Nebenbei engagierte er sich im Kirchenmusikverein St. Peter. H. war verheiratet und dürfte zuletzt in Mödling gelebt haben, wo er an Magenkrebs verstarb.
Ehrungen
- Ritter des italienischen Kronenordens
Werke
Elegie f. Vl., Vc., Hf. u. Harmonium; Träumerei f. Vl. u. Hf.; Rhapsodie f. Orch.; Totentanz f. Orch.
Literatur
- Ch. Merlin, Die Wr. Philharmoniker 2 (2017)
- Signale f. die musikalische Welt H. 39 (1900), 621
- Neues Wr. Journal 8.2.1903, 7, 12.2.1905, 8, 15.1.1907, 6
- Die Zeit 17.4.1907, 4, 23.2.1909, 4
- Dt. Volksbl. 15.2.1910, 7
- Illustrierte Kronen Ztg. 15.2.1910, 8
- Teplitz-Schönauer Anzeiger 30.5.1917, 4
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)
- Mitt. evangelische Pfarrgemeinde A.B. Mödling (9/2022)
Autorin
- Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
12.1.2023Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Heinisch, Victor (Viktor)“ (12.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003db35a (abgerufen am )
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