Die Paare bewegen sich zu einer 16-taktigen Walzermelodie mit Schwingschritten im Tanzkreis vorwärts. Diese charakteristische Bewegung, die sich mit Drehen der Tänzerin und Walzerrundtanz abwechselt, hat dem Tanz seinen Namen gegeben. Der Tanz ist in Österreich, Böhmen, Deutschland und der Schweiz unter den verschiedensten Namen (Lustiger, H., Hausschlüßlwalzer u. a.) weit verbreitet. Als Tanzmusik wird oft ein Walzer von J. Lanner (Abendsterne, op. 180) verwendet. Bewegungsmäßig soll es sich nach Zoder jedoch um einen älteren Tanz handeln, dessen ursprünglicher Name Schwäbischer gelautet haben dürfte. Der „schwäbische Tritt“ wird schon im 16. Jh. erwähnt; 1731 findet sich die Bezeichnung „Schwäbisch“ für Walzer.
Literatur
- R. Zoder, Österreichische Volkstänze 1–3 (1955–58)
- I. Peter, Salzburger Tänze 1975
- Schneider 1985
Autorin
- Gerlinde Haid
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Gerlinde Haid, Art. „Haxenschmeißer“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0d1 (abgerufen am )
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