Studierte am Konservatorium der GdM Klavier, Violine bei Julius Stwertka (1872–1942) und Harmonielehre bei R. Fuchs. Bis 1922 Primgeiger und Konzertmeister der Wiener Symphoniker, gründete daraufhin eine Salonkapelle und konzertierte mit ihr u. a. in Schweden und in der Schweiz. Langjähriger Leiter der Kurkonzerte (Kurmusik) in Badgastein/Sb, dirigierte auch im Rundfunk (RAVAG). H. komponierte zahlreiche Werke gehobener Unterhaltungsmusik, die auch lange nach seinem Tod noch oft im ORF gesendet wurden und war auch als Violin- und Klavierlehrer tätig.
Sein älterer Bruder Gustav (1879–1950) war ebenfalls Geiger (Primgeiger und 1932–33 als Vorgänger H. Burghausers Kurzzeit-Vorstand der Wiener Philharmoniker) und Komponist.
Werke
Ouvertüren (Donauzauber, Festspielouvertüre), Tanzendes Wien (Ballettouvertüre), Impressionen für Orch., Intermezzi (Zirkuskinder, Tanz-Vision), Vergißmeinnicht (Serenade), Walzer (Donauperlen, Wiener Chic), Tänze aus Wien, Spanisches Capriccio.
Literatur
- Lang 1986
- Hellsberg 1992
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Hawranek, Karl“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0d0 (abgerufen am )
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