Haybäck (Haiböck, Hayböck), Familie

Kirchenmusiker und Pädagogen

Johann Paul: * 3.4.1819 Schwertberg/OÖ, † 12.6.1896 Linz. Lehrer und Kirchenmusiker. Absolvierte die Präparandie in Linz, erhielt 1835 das Gehilfenzeugnis, wurde 1842 adjustiert und empfing 1851 das Lehramtszeugnis. Ca. 1838 Gehilfe in Grein/OÖ, 1839/40 in Pabneukirchen/OÖ, ca. 1843–51 in Gallneukirchen/OÖ. Zumindest 1851–59 Lehrer (Schulleiter) in Grein, anschließend bis 1885 in Steyregg/OÖ.

Ehrungen

  • Silbernes Verdienstkreuz mit der Krone 1886
  • Ehrenbürger von Steyregg 1891

Werke

kleinere Kirchenmusik (Vesper, Tantum ergo in B-Dur und C-Dur, Graduale).

Literatur

  • F. Eibensteiner, Heimatkunde von Pabneukirchen 1911, 59
  • Linzer Volksbl. 21.8.1884, 4, 16.6.1896, 3
  • [Linzer] Tages-Post 25.10.1885, 3, 30.10.1891, 4, 21.6.1896, 7
  • Wr. Ztg. 25.5.1886, 1
  • Taufbuch 1803–32 der Pfarre Schwertberg, pag. 41
  • Sterbebuch-Duplikat 1896 der Pfarre Linz-St. Josef (Hl. Familie), s. pag
  • eigene Recherchen (Oberösterr. Lehrerverzeichnisse 1838, 1843, 1846, 1850, 1856, 1864)

Sein Sohn

Johann Franz (Hans): * 20.11.1863 Steyregg, † 7.7.1933 St. Florian/OÖ. Lehrer, Organist, Komponist. Erhielt ersten Musikunterricht vom Vater. Ab dem zehnten Lebensjahr spielte er in seinem Heimatort die Orgel. H. absolvierte die Realschule und die Lehrerbildungsanstalt in Linz. Musikalischen Unterricht erhielt er von K. Waldeck (Orgel) sowie am Linzer Musikverein von Karl Weilnböck (Gesang), Gustav v. Gizycki (Klavier), Franz Nowak (Violine) und M. Einfalt (Klavier). Als Lehrer (und Kirchenmusiker) wirkte H. 1882–1906 in St. Florian, wo er dann 1906–33 in der Nachfolge von F. X. Müller Stiftsorganist war. 1908–20 fungierte er zudem als Chormeister der Liedertafel St. Florian, 1925 auch Mitbegründer des Brucknerbundes St. Florian. Mit A. Bruckner war er wohl ab 1882 bekannt und gehörte zu dessen engeren Bekanntenkreis in St. Florian. Mit M. Mauracher soll H. verschwägert gewesen sein. Sein Sohn, der Landesbeamte Johann Paul Franz Bruno (Hans jun.; * 19.6.1898 St. Florian), wirkte 1922–25 als Chormeister der Liedertafel St. Florian.

Ehrungen

  • Prof.-Titel 1929
  • Ehrenmitglied der Liedertafel St. Florian.

Werke

Orgelmusik, 1 Requiem, Propriumsgesänge, geistliche und weltliche Lieder und Chöre, Streichquintette.

Literatur

Möglicherweise Johann Franz’ Neffe

Karl Borromäus: * 8.5.1877 Grein, † nach 1935 (Ort?). Lehrer und Vereinsfunktionär. Sohn des Kaufmanns Franz H., besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Linz. Bis 1900 war er Aushilfsunterlehrer in Grünau/OÖ, anschließend Lehrer in Viechtwang/OÖ, 1902/03 provisorischer Schulleiter in Gosau/OÖ, danach wiederum in Viechtwang. Ab 1907 Lehrer und 1920–34 Oberlehrer in St. Florian, wo er 1907 heiratete (Johann Franz H. war sein Trauzeuge). 1911–24 Vorstand der Liedertafel St. Florian, 1925 Gründungsobmann des Kirchenmusik-Vereins St. Florian und Mitbegründer des Brucknerbundes St. Florian.

Ehrungen

  • Volksschuldirektor 1935

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

23.3.2024

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Haybäck (Haiböck, Hayböck), Familie“ (23.3.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )

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