Besuchte das Gymnasium und absolvierte das Theologiestudium in Brixen, wo er 1840 zum Priester geweiht wurde. Anfangs als Seelsorger in Südtirol tätig, kam er 1842 als Dombenefiziant, Dommusikdirektor und Succentor des Choral-Chormeisters F. X. J. Leyherr (dem er 1847 im Amt nachfolgte) nach Brixen. H. machte sich um die Hebung des Niveaus der Kirchenmusik und die Pflege des Chorals verdient, u. a. wurden auf sein Ansuchen hin ab 1844/45 rund drei Viertel der einfachen Domherrenfeste choraliter gesungen. 1869 war er Mitbegrüder des Brixener Cäcilienvereins (mit J. G. Zangl, F. Moll, K. Höllwarth, I. Mitterer, K. Geierlechner und Wilhelm Seidner). H. unterrichtete auch Violine an der MSch. des MGV Brixen. Wegen Erblindung musste er 1882 alle Ämter zurücklegen, sein (provisorischer) Nachfolger war J. G. Zangl. Als Komponist ist H. von geringer Bedeutung.
Werke
Kirchenmusik; Saul (Oper).
Schriften
Literatur
- E. Knapp, Die Kpm. u. Organisten am Dom zu Brixen 2007
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- E. Knapp, Ignaz Mitterer. Leben u. Werk 1996
- ÖBL 2 (1959)
- H. Herrmann-Schneider in J. Lanz/K. Eichbichler (Red.), [Kgr.-Ber.] Cäcilianismus in Tirol. Brixener Initiative Musik u. Kirche. Fünfzehntes Symposion 2002 , 2003
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
Hörbeispiele
Autor:innen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
13.2.2019Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Harasser (Harrasser), Urban“ (13.2.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d079 (abgerufen am )
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