Studierte Jus und wurde 1855 in Wien zum Dr. jur. promoviert. 1865 erfolgte die Ernennung zum Hof- und Gerichtsadvokaten in Wien. Daneben war H. auch als Komponist tätig, angebliche Studien bei A. Bruckner und O. Dessoff sind unwahrscheinlich bzw. nicht belegt. H.s Kompositionen wurden vom Wiener Akademischen Gesangverein, vom Wiener Männergesang-Verein und vom Wiener Schubertbund aufgeführt.
Sein Sohn Rudolf Alois (* 20.11.1874 Wien, † 18.9.1930 Bad Ischl/OÖ) war 1892/93 während seines Jusstudiums auch Hörer von M. Dietz, jedoch vermutlich nicht von A. Bruckner.
Ehrungen
- Preis des Wr. Schubertbundes f. Männerchor Biterolf im Lager von Accon 1190, 1871
Werke
Operetten, Singspiele (Der Bräutigam in Erwartung, UA Pressburg 1871), Lieder, Männerchöre (auch mit Orch.).
Literatur
- A. Decker in E. Bild (Hg.), [Fs.] Der Niederösterr. Sängerbund 1863–1913, 1913
- Juristische Bll. 11.7.1880, 336f
- Wr. Ztg. 22.11.1871, 711
- NFP 26.2.1871, 8
- Freie Pädagogische Bll. 27.5.1871, 326
- Neue Berliner Musikztg. 23.4.1874, 134
- Taufbuch 1861–76 der Pfarre St. Peter (Wien I), fol. 332
- Sterbebuch Duplikat 1930 der Pfarre Bad Ischl, pag. 18
- www.scopeq.cc.univie.ac.at (1/2024)
- www.demos.ac.at (1/2024)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
28.2.2024Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Härdtl, Rudolf Wenzel Freiherr von (Pseud. Richard Hagen)“ (28.2.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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