Grün (Grun), Bernhard (Bernard)

* 11.2.1901 Staritsch bei Trebitsch/Mähren (Stařeč u Třebíče/CZ), † 28.12.1972 London

Komponist, Dirigent, Übersetzer und Publizist

Studierte Philosophie und Jus (Dr. jur), danach Komposition bei A. Berg, E. Wellesz und H. Gál, Dirigieren bei F. v. Weingartner. Komponierte zunächst Kammermusik und Lieder, bevor er sich, bestärkt durch F. Lehár, der Operette und 1931 auch dem Tonfilm (Film) zuwandte. Als Dirigent Ende der 1920er Jahre in Karlsruhe/D und Mannheim/D tätig, danach am Komödienhaus in Wien. G. ging 1934/35 nach Großbritannien (Exil) und ließ sich in London nieder, wo er weiterhin komponierte. Mit der Zeit wurde G. zunehmend auch publizistisch tätig, verfasste zahlreiche Bücher u. a. über F. Lehár und O. Straus, übersetzte Briefe von A. Berg ins Englische und schuf 1961 mit seiner Kulturgeschichte der Operette ein Standardwerk.

Werke

Operetten (Böhmische Musikanten 1929 [T: Julius Wilhelm und P. Herz], Musik um Susi 1932 [T: Paul Frank und P. Herz], gem. m. Oskar Stalla nach der Musik von J. Strauss Sohn, Die Tänzerin Fanny Elßler 1934 [T: Hans Adler], Madame Sans-Gêne 1937 [T: Hans Weigel], gem. m. R. Tauber Old Chelsea 1942 [T: Walter Ellis und Fred S. Tysh (S. Tisch)]); Filmmusik (Ein Auto und kein Geld 1931); Kammermusik; Lieder.

Schriften

Literatur

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

4.4.2023

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Grün (Grun), Bernhard (Bernard)“ (4.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001c321b (abgerufen am )

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