Die Tochter eines aus Böhmen stammenden Schuhmachermeisters soll bereits in Kinderrollen am Theater an der Wien unter M. Geistinger aufgetreten sein. Ab 1874 als Volkssängerin tätig, sang sie zunächst mit F. Böhm im Duett und danach als ständiges Mitglied in dessen Gesellschaften in und außerhalb Wiens. G. avancierte bald zu deren Star und machte sich v. a. als Jodlerin (Jodler) einen Namen („Wiens beste Jodlerin“). Bis zumindest September 1904, als sie mit Böhms Neuer Wiener Orpheum-Gesellschaft in Linz gastierte, aktiv. Daneben auch Auftritte mit Böhm in kleineren Besetzungen, etwa 1878 in Prag, 1879 und 1881 in Linz und 1892 in Salzburg.
Ehrungen
- Mehrere Auszeichnungen als Preisjodlerin
Literatur
- J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931
- (Linzer) Tages-Post 9.3.1879, 4, 10.9.1879, 5, 1.5.1881, 6, 4.9.1904, 13
- Neues Fremden-Bl. 12.7.1874, [17]
- Prager Tagbl. 15.5.1878, [5]
- Salzburger Volksbl. 18.5.1892, 4, 2.5.1900, 3
- Taufbuch der Pfarre Altottakring (Wien XVI) 1854–57, fol. 378
- Sterbebuch der Pfarre Neuottakring (Wien XVI) 1905–06, fol. 133
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
20.11.2018Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Grün (eig. Weiß), Anna“ (20.11.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003a1064 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

