Groof, Carl de

* 3.12.1923 Wien, † 18.1.2007 Javea/ESP

Kapellmeister, Komponist und Pianist

Lernte schon früh Klavier, Klarinette, Gesang, Musiktheorie und ließ sich als Chorleiter und Kapellmeister ausbilden. 1941 Korrepetitor und Zweiter, nach Kapellmeisterprüfung an der Wiener MAkad. 1945 Erster Kapellmeister der Wiener Sängerknaben, 1949/50 Leiter des Allegro-Gesangsquartetts. Drei Jahre lang war G. Pianist bei der RAVAG in Wien und wirkte bei über 400 Sendungen mit. Danach ging er zu Radio Basel in die Schweiz, wo er als Arrangeur arbeitete sowie mit eigener Kapelle in internationalen Hotels engagiert war. Zweieinhalb Jahre später kehrte er zur RAVAG zurück, wo er u. a. mit G. Zelibor an zwei Klavieren in H. Conrads Rundfunk-, später auch Fernsehsendung Was gibt es Neues? spielte, außerdem Tätigkeit als Barpianist. G. gründete mit 34 Musikern ein symphonisches Jazzorchester, das 1953 den Namen Österreichisches Rundfunk-Tanzorchester erhielt, für das er auch arrangierte und das er u. a. auch bei Filmmusik- (Drei Männer im Schnee 1955), Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen (u. a. mit W. Hagara, L. Negra) leitete. Er setzte sich besonders für zeitgenössische österreichische Komponisten ein und schrieb selbst u. a. Filmmusiken und Orchesterwerke. G. lebte seit 1973 in Spanien.

Werke

Filmmusiken (Die letzte Brücke 1954; Lulu 1962); Orch.-Suite; 4 Skizzen für Orch.; Scherzo in Swingtime.

Literatur

Autor:innen

  • Uwe Harten
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

17.1.2007

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Monika Kornberger, Art. „Groof, Carl de“ (17.1.2007), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cfad (abgerufen am )

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