Grams (Krams), Anton

* 29.10.1752 Markersdorf, Bezirk Tetschen/Böhmen (Markvartice/CZ), † 18.5.1823 Wien

Violonist und Musikalienhändler

Sängerknabe in Breslau (Wrocław/PL), wo er auch Unterricht auf der Violone erhielt und an der Univ. Philosophie studierte (1774 Mag.); in Prag Theologiestudium und Unterricht bei dem berühmten Violonisten Joseph Natter († ca. 1782); Stellen am Vaterländischen Theater und an verschiedenen Kirchen (bei den Kreuzherrn an der Brücke und in der Lorettokapelle des Fürsten Lobkowitz); trieb auch Musikalienhandel; 1784 für kurze Zeit im Dienst des Salzburger Erzb.s H. Colloredo; baldige Rückkehr nach Prag; 1785 Violonist an der Strahover Stiftskirche in Prag; wirkte bei verschiedenen musikalischen Akademien anlässlich der Krönung Leopolds II. zum böhmischen König mit; übernahm glücklos 1795 die Direktion des Vaterländischen Theaters. Auf Empfehlung von Abbé G. J. Vogler kam er nach Wien, wo er in der Hauskapelle von Fürst Lobkowitz, ab 1801 im Freihaustheater auf der Wieden von E. Schikaneder und ab 1815 im Hofopernorchester spielte. Dazwischen war er 1810–13 Mitglied der Kapelle des Fürsten Paul Esterházy in Eisenstadt Eisenstadt und anschließend kurz Orchestermitglied am Theater in der Leopoldstadt.

Literatur

  • LdM 2000
  • Sturm 1 (1979)
  • Mendel-R. 4 (1874)
  • Wurzbach 5 (1859)
  • Th. Albrecht in Wr. Oboen-Journal 53 (März 2012)

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2013

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Grams (Krams), Anton“ (25.4.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf83 (abgerufen am )

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