Studierte 1864–70 am Prager Konservatorium (bei M. Mildner, A. Bennewitz, Josef Förster und H. Sitt); 1870 Mitglied des deutschen Opernorchesters in Prag; spielte zweite Violine im Bennewitz-Quartett; Kontakt zu A. Dvořák und F. Smetana; 1871 Konzertmeister in Augsburg/D; ab 1871 in Laibach; Violinlehrer der Philharmonischen Gesellschaft und Orchesterdirektor am Theater; führte 1882 die Kammermusikabende der Philharmonischen Gesellschaft ein; im selben Jahr auch Konzertmeister und Obmann des Richard-Wagner-Vereins; befreundet mit W. Kienzl und dem Musikdirektor der Philharmonischen Gesellschaft Josef Zöhrer (1841–1916), dessen Nachfolger er 1912 wurde; nach dem Ersten Weltkrieg entlassen; 1919 Auflösung der Philharmonischen Gesellschaft; G. erteilte weiterhin privat Musikunterricht. Als Musiker und Organisator nahm G. eine wichtige Position im Laibacher Musikleben ein und initiierte zahlreiche kammermusikalische EA.en.
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 1 (1957)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
21.5.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Gerstner, Johann (Hans)“ (21.5.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002ac23 (abgerufen am )
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