Lebte ab 1808 in Karlsruhe, wo er zunächst in der Hofkapelle spielte. Ab 1816 am Nationaltheater in Mainz/D. 1818 Musikdirektor der Univ. Giessen/D, 1819 Privatdozent für Musik sowie Dirigent und Gesangslehrer. 1826 Mitglied der Karlsruher Hofkapelle, 1827 Gesangslehrer am Hoftheater, 1830 Musik- und Chordirektor. Redigierte 1841–45 die Zeitschrift für Deutschlands Musikvereine und Dilettanten. 1842 wirkte er an der Organisation des Salzburger Mozartfestes (Musikfeste) mit. Von A. Gräffer erhielt er 1842 Materialien zu einer Beethoven-Biographie, die er selbst nicht verwertete und die seine Witwe an Ludwig Nohl weitergab.
Ehrungen
- Goldene Medaille für Wissenschaft und Kunst (Österreich)
- Ritter des königlich Niederländischen Eichen-Kron-Ordens
- Ehrenmitglied div. philharmonischer Vereine
Schriften
Literatur
- NGroveD 9 (2001)
- ÖBL 1 (1957)
- MGG 16 (1979)
- Stieger II/1 (1977)
- A. Schmidt in Allg. Wr. Musik-Zeitung 1845, 217f.
- B. Cooper, Das Beethoven-Kompendium 1992
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Gassner, Ferdinand Simon“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020928 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

