Maturierte 1911 am Klagenfurter Mädchenlyzeum, legte 1925 in Wien die Staatsprüfung in Klavier ab und wirkte fortan in der Kärntner Landeshauptstadt als Privatmusiklehrerin und freie Mitarbeiterin an der Abteilung Volkstum und Heimat im Rundfunk. Sie war von der Volksliedpflege der Jugendbewegung und später von A. Anderluh beeinflusst und engagierte sich aktiv im Kärntner Arbeitsausschuss des Österreichischen Volksliedwerkes, wo sie zahlreiche Volksliedaufzeichnungen einbrachte. Ihre große Leistung liegt in der Dokumentation und Analyse der mündlich überlieferten Mehrstimmigkeit in Kärntner Volksliedern.
Schriften
- Und der Wind verwahts Lab. Altüberlieferte Kärntner Volkslieder und Jodler 1957 (gem. m. R. Geutebrück)
- Über die naturhafte Mehrstimmigkeit österreichisch-alpenländischer Lieder in JbÖVw 8 (1959)
- Dreikönigssingen in Radweg in JbÖVw 9 (1960)
- Begegnungen mit einem Volkslied in Carinthia I,152/1 (1962)
- Volkslieder in der deutschen Sprachinsel Zahre (Sauris) in Carinthia I,152/1 (1962)
- Wiegenlieder in Carinthia I,156 (1966)
- div. Beiträge in der ZsKärntner Landsmannschaft.
Literatur
- A. Anderluh in JbÖVw 17 (1968)
- G. Anderluh in JbÖVw 47 (1998) [mit ausführlicher Bibliographie]
Autorin
- Gerlinde Haid
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Gerlinde Haid, Art. „Gartner, Josefine“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cea9 (abgerufen am )
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