Förster, Ulrich („Uzzi“)

* 2.3.1930 Wien, † 22.6.1995 Wien

Klarinettist, Tenorsaxophonist

Nachkomme der Architekten Ludwig und Emil von F., Bruder des Physikers und Kybernetikers Heinz von F. 1947 Klarinettenstudium bei Karel Vlach, privat Cembalo bei V. Sokolowski. 1948 Engagement als Filmmusiker, 1950 Aufnahmen mit Trumpet Young und seinem Negerorchester. Zu Beginn der 1950er Jahre Kontakt zur Wiener Künstlerszene, u. a. mit Arnulf Rainer, Friedensreich Hundertwasser und Ernst Fuchs, Studienaufenthalte in Frankreich und den USA, Wechsel zum Tenorsaxophon. Ab 1955 zahlreiche Tourneen und Engagements in Deutschland. 1958 drittbester europäischer Saxophonist im Poll der Zeitschrift Podium. Ab 1960 Versuch, bürgerliche Berufe und Musikausübung zu verbinden, und zeitweiliges Betreiben von Musiklokalen. Kontakt mit vielen Künstlern des Wiener Aktionismus und der Wiener Gruppe, intensive Freundschaft mit Konrad Beyer. F. entwickelte sich zum Wiener Szene-Original. 1969/70 Produktion der LPs Infant Sounds und Udrilitten, z. T. im Multiplayverfahren auf eigenem Label. Ab 1979 Betrieb des Lokals Einhorn in Wien VI. Grundsatz: „Jazz muss lustig sein!“.

Gedenkstätten

  • Gedenktafel am Café Einhorn, Joanelligasse 7 (Wien VI)
  • Grab ehrenhalber am Friedhof Grinzing (Wien XIX)

Werke

Diskographie bei Kraner/Schulz 1972; ferner: Infant Sounds und Udrilitten, ursprünglich erschienen auf eigenem Label Uzzi Records (Reissue auf CD, Extraplatte Ex 279-2).

Literatur

  • Kraner/Schulz 1972
  • Mitt. Gerda Janouschek (F.s letzte Lebensgefährtin)

Autor

  • Reinhold Westphal

Letzte inhaltliche Änderung

18.4.2023

Empfohlene Zitierweise

Reinhold Westphal, Art. „Förster, Ulrich („Uzzi“)“ (18.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002086a (abgerufen am )

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