Schülerin einer Klosterschule, an der sie ihren ersten Gesangsunterricht erhielt. 1882/83 kurzzeitige Gesangsausbildung bei M. L. Dustmann-Meyer am Konservatorium der GdM (Vorbildung I). Im Oktober 1884 ist ihr erster öffentlicher Auftritt im Rahmen eines Konzertes der Schwestern Neusser nachweisbar. Debütierte 1885 am Stadttheater Danzig (Gdańsk/PL) als Margarethe in Charles Gounods Oper Faust und erhielt am 1.5.1887 ein Engagement an die Wiener Hofoper, wo sie erstmals am 6.5. als Marie in Viktor Nesslers Oper Der Trompeter von Säkkingen auftrat. Hervorragende Interpretin von Opern Rich. Wagners und W. A. Mozarts. Ihre Paraderolle war die Lola in P. Mascagnis Operneinakter Cavalleria rusticana (s. Abb.), die sie auch bei der Wiener EA am 20.3.1891 interpretierte und bis zu ihrem Bühnenabschied von der Hofoper am 18.12.1905 dort insgesamt 201-mal sang. F. war zwar noch bis 1906 engagiert, hatte aber keinen Auftritt mehr. Daneben Gastspiele, u. a. in Linz und Salzburg, sowie Auftritte als Konzertsängerin, bei denen sie u. a. mit Liedern H. Wolfs und P. Cornelius’ reüssierte. F. wohnte zuletzt in Wien V, Margaretenstraße 82. Sie verstarb als Witwe (verheiratet seit spätestens 1891) während eines Kuraufenthaltes in Baden bei Wien an einem Schlaganfall.
Ehrungen
- Kammersängerin 1897
- türkischer Schefakat-Orden
Literatur
- K-R 2003
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
- Kosch 1 (1953)
- Eisenberg 1989 u. 1903
- [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 83
- NFP 24.10.1884, 7, 5.7.1921, 7
- Dt. Kunst- und Musik-Ztg. 1.1.1893, [1]
- Badener Ztg. 6.7.1921, 1
- Musikalisches Wochenbl. 29.12.1887, 5
- Neues Wr. Journal 8.5.1906, 8
- Salzburger Volksbl. 29.4.1898, 4
- Fremden-Bl. 13.12.1914, 24
- Prager Tagbl. 4.12.1905, 4
- Linzer Volksbl. 29.10.1891, 3
- Sterbebuch der Pfarre Baden-St. Stephan 1921–23, fol. 48
- https://archiv.wiener-staatsoper.at (1/2025)
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at; Lehmann's Adresskalender)
Abbildungen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
25.2.2025Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Forster (verh. Brandt), Ellen“ (25.2.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020869 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

