Als Tochter eines Belgiers und einer Spanierin wuchs sie in Madrid auf; Ausbildung am Real Conservatorio Superior de Música de Madrid, am Brüsseler Conservatoire sowie ab 1955 an der Wiener MAkad. (Opernschule bei J. Witt, Lied und Oratoriengesang bei E. Werba); Debüt (improvisations sur mallarmée von Pierre Boulez) mit dem Ensemble die reihe im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses 1959. Sang v. a. Werke der Avantgarde unter der Leitung von L. Maazel, Paul Sacher, Mauricio Kagel, Pierre Boulez und F. Cerha mit Vorliebe der Zweiten Wiener Schule sowie des Impressionismus; gründete 1965 mit Klaus und Michael Walter das Ensemble für alte Musik Les Menestrels, bei dem sie bis 1975 tätig war; ab Mitte der 1970er Jahre begann E.s Engagement in der AUF (Aktion unabhängiger Frauen), wo sie mehrere Jahre den Arbeitskreis Theater leitete. Gleichzeitig widmete sie sich verstärkt dem Theater und entwickelte einen eigenen Stil zwischen Kabarett und Konzert (Debüt in der Wiener Kulisse). Verfasste seitdem kabarettistische Mini-Revuen (mit Schlagern der 1920er und 1930er Jahre), die sie selbst vortrug; langjähriger Begleitpartner war der Pianist Herbert Url. Leitete Stimm- und Theaterworkshops.
Ehrungen
- Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2006
- World Music Award für ihr Lebenswerk 2007
Literatur
- Fink 2000
- MGÖ 3 (1995)
- www.w24.at (18.10.2006)
- www.escribano.at (8/2011)
- de.wikipedia.org (9/2023)
- oe1.orf.at (9/2023)
- pers. Mitt. M. T. E
Autor:innen
- Barbara Boisits
- Georg Demcisin
Letzte inhaltliche Änderung
26.9.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Georg Demcisin, Art. „Escribano, Marie Thérèse“ (26.9.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ccdc (abgerufen am )
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