Ebenbauer, Familie

Musiker:innen

Johannes: * 15.7.1963 Strallegg/St. Organist, Kirchenmusiker, Komponist. Erhielt ersten Instrumentalunterricht vom Großvater, Weiterbildung im Klavier- und Orgelspiel am Grazer Bischöflichen Gymnasium. Ab 1981 Studium an der MHsch. Graz, 1985 Diplom für Kirchenmusik (Orgel, Dirigieren, Gesang, Komposition). Anschließend studierte E. an der Wiener MHsch. Konzertfach Orgel bei H. Tachezi (1988 Diplom, 1994 Mag. art.), gleichzeitig war er ab 1985 Assistent der Wiener Dommusik unter P. Planyavsky. 1991–2005 Domkapellmeister an St. Stephan, 2005–15 musikalischer Leiter der Concert-Vereinigung musica.sacra.wien. Seit 2002 unterrichtet E. an der MUniv. Wien (Orgelimprovisation, liturgisches Orgelspiel, Vokalensemble u. a.; 2012 Habilitation, 2013 o. Prof., seit 2020 Leiter des Instituts für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik) und 1989–2013 am Wiener Diözesankonservatorium (Orgel, kirchliche Komposition). E. war Gründer (und 1990–2015 künstlerischer Leiter) der Cappella Albertina, des Barockorchesters J. J. Fux (2000) und des Vokalconsorts (2019). 2006–13 künstlerischer Leiter des Augustinus-Festivals in Vorau sowie 2010 Gründer und bis 2017 Leiter des Vokalmusik-Zyklus VOCuMENTA in der Otto Wagner Kirche am Steinhof (Wien XIV). Seit 2010 ist E. Organist an der Franziskanerkirche in Wien I (Orgel von J. Wöckherl). Konzerttätigkeit im In- und Ausland als Organist und Dirigent, Mitarbeit in diözesanen und überregionalen Kirchenmusikgremien.

Ehrungen

  • Preisträger verschiedener Wettbewerbe, u. a. 3. Preis beim 1. Internationalen Orgel-Improvisationswettbewerb Linz 1988
  • Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich 2006

Werke

Kirchenmusikwerke (Auftragskompositionen).

Schriften

Literatur

Sein Bruder

Peter: * 29.9.1966 Vorau. Theologe, Hymnologe. Studierte 1984–90 als Priesterseminarist Theologie in Graz bzw. 1987/88 in München. 1990 Mag. theol. und Austritt aus dem Priesterseminar, ab 1992 Doktoratsstudium in Graz, 1997 Dr. theol. E. ist seit 1992 im universitären Lehr- und Wissenschaftsbetrieb in Graz und Bonn/D (1999–2002, hier 2009 Habil.) tätig, ab 1992 auch Beschäftigung mit hymnologischen Fragen (Assistent bei Ph. Harnoncourt); seit 2010 ao. Prof. an der Univ. Graz. Seit 2011 hier Inhaber verschiedener Leitungsfunktionen, ab 2021 Vizedekan der kath.-theol. Fakultät. Kirchenmusikalisch durch die Familie geprägt, betätigte sich E. während seiner Gymnasial- und Studienzeit in Graz als Kirchenmusiker (Organist, Kantor, Sänger, Leiter der Choralschola des Priesterseminars); Orgelunterricht bei F. K. Praßl und Karl Dornegger. 2004–13 war er Mitglied der Arbeitsgruppe II (Gregorianik und nicht-liedmäßige Gesänge) für das neue Gotteslob (Kirchengesangbuch). Weiters Mitglied der cappella nova Graz und der Grazer Choralschola sowie seit 1993 der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie und seit 2024 der Redaktion der Singenden Kirche.

Ehrungen

  • Würdigungspreis des Bundesministeriums f. Wissenschaft und Kunst 1991 (f. Mag.arb.)
  • Josef-Krainer-Förderungspreis des Landes Steiermark 1998 (f. Diss.)
  • Balthasar-Fischer-Preis des Dt. Liturgischen Instituts Trier 2010 (f. Habil.schr.)

Schriften

  • Theologische Veröffentlichungen
  • zahlreiche Aufsätze zu hymnologischen Themen (Verzeichnis in SK 71 [2024])

Literatur

Johannes’ 1. Frau

Melitta Gertraut Ilse (geb. Beutel): * 11.12.1961 Graz. Organistin, Chorleiterin. Studierte Evangelische Kirchenmusik an der Expositur Oberschützen/Bl der Grazer MHsch. sowie Katholische Kirchenmusik (Diplom 1986) und Instrumentalpädagogik Orgel (Diplom 1985) an der MHsch. Graz; Sponsion zur Mag.a art. nach Ergänzungsstudium 2002 in Wien. Seit 1993 unterrichtet sie Orgel, Gehörbildung und Partiturspiel am Konservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien, wo sie seit 2001 auch Administratorin ist. Weiters ist sie Vorsitzende des Verbands für evangelische Kirchenmusik in Österreich, Redakteurin der Verbandszeitschrift praxis der kirchenmusik sowie seit 2017 Vorstandsmitglied des Österreichischen Orgelforums. Tätigkeit als Organistin und Chorleiterin in Wien und Umgebung. Sie war 1985–2010 mit J. E. verheiratet.

Ehrungen

  • Studienrätin 2019

Schriften

Literatur

Johannes’ 2. Frau

Susanne (geb. Haberler, gesch. Kurz): * 5.8.1961 Wien. Sängerin (Sopran). War Schülerin von H. Rössel-Majdan am Goetheanistischen Konservatorium in Wien. Meisterkurse absolvierte sie bei Jessica Cash und Ashley Stafford in London, bei Peter Elkus in New York/USA und bei Julia Hamari im Rahmen der Wiener Meisterkurse. Zahlreiche vertiefende Studien, u. a. bei W. Berry, Helena Lazarska, Margit Legler und R. Kubik sowie an der Univ. Wien (Kunstgeschichte, Musikwissenschaft). Ab 1990 sang sie im ORF-Chor Wien sowie im Arnold Schoenberg Chor unter E. Ortner. Solistische Auftritte in den großen Wiener Konzerthäusern sowie u. a. bei den Salzburger Festspielen und im Ausland. S. E. singt auch regelmäßig Kirchenmusik in Konzert und Liturgie. Seit 2018 mit J. E. verheiratet.

Literatur

Autoren

  • Christian Fastl
  • Georg Demcisin

Letzte inhaltliche Änderung

28.4.2025

Empfohlene Zitierweise

Georg Demcisin, Christian Fastl, Art. „Ebenbauer, Familie“ (28.4.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fdc6 (abgerufen am )

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