D. war Wiener Sängerknabe, studierte 1948–56 an der Wiener MAkad. (Komposition bei J. Marx, K. Schiske, Orgel bei K. Walter, Dirigieren bei Reinh. Schmid), 1953/54 an der Schauspielschule Hellmuth Krauss (Schauspiel, Regie) und 1968–70 an der Univ. Wien (Theater- und Musikwissenschaft). D. war äußerst vielseitig tätig: u. a. 1953–81 Assistent von K. Böhm, 1956–64 Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Der Opernfreund, 1957 Mitbegründer der Gesellschaft für Musiktheater (seit 1965 Präsident), 1960–61 Veranstaltungsleiter der Gesellschaft für Musiktheater, 1963–69 Produzent und Regisseur bei mehreren Fernsehfilmen, 1964–71 Dramaturg und Spielleiter in der Wiener Staatsoper, 1970–74 Generalsekretär der Internationalen Richard Strauss-Gesellschaft, 1971–82 Vorsitzender des Richard Wagner-Verbandes Wien. Seit 1970 ist er Delegierter im Internationalen Theaterinstitut der UNESCO. Als Regisseur von Opern und Theaterstücken arbeitete er daneben in Wien, Innsbruck, Klagenfurt und St. Pölten sowie bei Schallplattenaufnahmen von Opern. Seine Kompositionen sind meist wortbezogen, oft in strengen kontrapunktischen Formen und vom Gefühl für Stimmungen, nicht vom Kalkül geleitet.
Ehrungen
- Silbernes Verdienstzeichen Wien 1980
- Prof.-Titel 1989
Werke
Bühnenmusiken (Verlorene Liebesmüh, Medea); Kammermusik; Werke für Soloinstrumente (Kl., Org., Streicher, Git., Bläser); Lieder.
Schriften
- Musiktheater in Österreich. Die Oper im 20. Jh. (gem. m. Helga Bertz-Dostal) 1972
- Das Alte Univ.sviertel als Festspielbezirk 1985
- auch als Hg. tätig
Literatur
- MaÖ 1997
- Goertz 1989 u. 1994
- www.musicaustria.at (7/2011)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.7.2011Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Dostal, Franz Eugen“ (15.7.2011), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbf7 (abgerufen am )
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