Walter, Karl Josef

* 14.11.1892 Biebrich am Rhein/D (heute Stadtteil von Wiesbaden/D), † 18.8.1983 Wien

Organist und Komponist

Sohn des Kirchenmusikers und Musikpädagogen K. W. sen. (1862–1930), von dem er ersten Unterricht erhielt. Nach dem Besuch der Seminarübungsschule und des Gymnasiums erlernte W. auch den Orgelbau (bei Johannes Klais in Bonn/D). Militärdienstleistung als Militärkapellmeister. 1913/14 war er Organist im Stift Seckau (hier weitere Musikstudien), 1916–19 im Stift und in der Stadt Klosterneuburg; während dieser Zeit Lehrer der dortigen Sängerknaben und ab 1917 Studium an der Abteilung für Kirchenmusik der Wiener MAkad. (Orgel bei M. Springer, Komposition bei V. Goller). 1922–46 war W. Domorganist an St. Stephan in Wien. Er unternahm Konzertreisen in Österreich und nach Deutschland (Weimar, Wiesbaden), Frankreich, Italien und in die Schweiz; bedeutender Improvisator. Er lehrte 1927–59 an der Kirchenmusik-Abteilung der Wiener MAkad. 1920 heiratete W. die Geigerin E. Alberdingk .

Gedenkstätten

  • Gedenktafel St. Stephan (s. Abb.)

Ehrungen

  • Ritterkreuz des Österreichischen Verdienstordens 1935
  • Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1967
  • Commenda di San Silvestro 1972
  • Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien 1982
  • Reg.rat 1953
  • Prof.-Titel 1933
  • Ehrenmitglied des Österreichischen Orgelforums 1983

Werke

geistliche Musik f. Chor u. Org. (Messen, Veni sancte spiritus, Tantum ergo); (Kinder-)Lieder; Orgelmusik.

Literatur

Abbildungen

Autoren

  • Alexander Rausch
  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

9.10.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Alexander Rausch, Art. „Walter, Karl Josef“ (9.10.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0015cb9d (abgerufen am )

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