Doppler (auch Salinger-Doppler), Josef (eig. Josephus Sigismundis Johannes von Nepomuk Salinger)

* 19.9.1818 Wien, † 1.11.1892 Wien

Bühnenschriftsteller

Der Sohn des Schauspielers Franz Salinger und dessen Frau Anna, geb. Doppler, war ursprünglich Schullehrer in Klosterneuburg. Zum Zeitpunkt seiner Eheschließung mit Emilie Maria Katharina Leutmötzer am 27.10.1860 arbeitete er hauptberuflich als Privatlehrer. Darüber hinaus verfasste er zwischen 1852 und seinem Tod zumeist einaktige Possen und Singspiele, aber auch Operettenlibretti [Libretto] und Übersetzungen französischer Lustspiele. Seine Bekanntschaften u. a. mit J. Fürst und C. Carl verhalfen ihm zu häufigen Aufführungen seiner Stücke. Unter den beteiligten Komponisten befinden sich C. Binder, Adolph Müller sen., C. Millöcker, F. v. Suppè. Gegen Ende seines Lebens verließ ihn der Erfolg und er starb völlig verarmt als Witwer.

Werke

über 450 Bühnenwerke; Couplets.

Literatur

  • Eisenberg 1893
  • Stieger III/1 (1979)
  • Die Presse (Abendbl.) 3.11.1892, 5
  • Taufbuch der Pfarre St. Michael (Wien I) 1804–24, fol. 185
  • Trauungsbuch der Pfarre Wieden (Wien IV) 1859–62, fol. 158
  • Sterbebuch der Pfarre St. Johann Nepomuk (Wien II) 1886–95, fol. 238

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

12.8.2025

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Doppler (auch Salinger-Doppler), Josef (eig. Josephus Sigismundis Johannes von Nepomuk Salinger)“ (12.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbf0 (abgerufen am )

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