Kam noch während seiner Kindheit nach Wien, wo er früh Klavierunterricht erhielt; studierte zunächst Philosophie, entschied sich aber für die Kunst; weiterer Unterricht bei E. Pirkhert in Wien und W. J. B. Tomaschek (auch Kontrapunkt) in Prag. Zurückgekehrt nach Wien, war er während der Revolution 1848 Mitglied der Nationalgarde in der Leopoldstadt (Wien II). Im Februar 1849 veranstaltete D. eine „Mozartfeier“ im Musikvereinssaal, 1850 gab er in seinem Salon in der Leopoldstadt musikalische Matineen. 1850/51 unternahm er mit seiner Frau, der Pianistin und Schauspielerin Louisa (Luise), geb. Hirsch (* 5.6.1831 Wien, † ?), einer Schülerin von G. Preyer, eine Kunstreise nach Frankfurt am Main/D, Wiesbaden/D, Homburg/D, Ostende/B, London, Amerika und Linz. 1852 wurde er Professor für Klavier am Münchener Konservatorium.
Werke
Oper Mathilde von Sevilla 1849; Klavierwerke; Verschmähte Liebe op. 2 (f. Singst. u. Klv.); Oesterreichischer National-Garde-Marsch op. 4.
Literatur
- Wr. allgemeine musikalische Ztg. 7 (1847), 209
- Beilage zum Morgenblatte der Wiener Ztg., 10.2.1849
- Oesterr. Zuschauer, 16.1.1850, 103
- Rheinische Musik-Ztg., 13.9.1851
- Neue Münchener Ztg., 4.12.1852, Nr. 289, 3335
- M. Bermann in Monatsschrift f. Theater u. Musik 1 (1855), 143f.
- Augsburger Postztg., 12.12.1855, Nr. 339, 1353
- Wurzbach 26 (1874), 373
- G. Meyerbeer, Briefwechsel und Tagebücher,hg. u. kommentiert v. S. Henze-Döhring unter Mitarbeit von H. Moeller 5 (1999), 476
- A. Staudacher, Jüdische Konvertiten in Wien 1782–1868, 2 (2002), 91
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.4.2011Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Doctor (Doktor), Ferdinand Eduard“ (15.4.2011), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00285f97 (abgerufen am )
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