Der Sohn eines Salinenbeamten studierte ab 1834 in Graz [nicht Wien] Jus, widmete sich aber bald ganz der Musik (Klavier- und Kompositionsunterricht bei A. Halm und C. Czerny in Wien). Ab 1838 trat er in Wien öffentlich als Konzertpianist auf und bezeichnete sich als „Tonkünstler“. 1855–60 Prof. am Konservatorium der GdM, wo u. a. J. Labor einer seiner Schüler war; als Pianist europaweit erfolgreich (längerer Aufenthalt in London, hier Bekanntschaft mit I. Moscheles). 1863–67 unterrichtete P. Klavier und Harmonielehre an der Wiener Hof-Opernschule, 1870 gründete er das Neue Musik-Institut, das er bis zu seinem Tod leitete. 1873 unterrichtete er auch an der höheren Töchterschule in Wien I, Elisabethstraße (neben A. W. Ambros und A. Passy-Cornet). P. war im Besitz des Originals der Grazer Fantasie D 605A von Fr. Schubert. 1859 führte er gemeinsam mit Karl Meyer Schuberts Grand Duo D 812 erstmals öffentlich auf.
Werke
Klavierwerke.
Literatur
- ÖBL 8 (1983)
- StMl 1962–66
- Wurzbach 22 (1870)
- E. Hanslick, Concerte, Componisten und Virtuosen der letzten 15 Jahre 1870–85, 41896
- Beiträge v. K. Stekl u. W. Dürr in Mitt. d. Steir. Tonkünstlerbundes 39 (1969)
- [Kat.] Musik i. d. St. 1980
- Der Wanderer 15.3.1838, 256
- Allgemeine Theaterztg. und Originalbl. 19.3.1838, 244
- Allgemeiner Musikalischer Anzeiger 5.4.1838, 54
- Fremden-Bl. 26.10.1873, 6
- Taufbuch 1812–28 der Pfarre Bad Aussee, fol. 72
- Sterbebuch 1863–86 der Pfarre St. Augustin (Wien I), fol. 192
- Mitt. Archiv Univ. Wien
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)
Abbildungen
Autor:innen
- Barbara Boisits
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
2.9.2022Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Christian Fastl, Art. „Pirkhert, Eduard Maximilian (Max) Josef“ (2.9.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd2f (abgerufen am )
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