Doderer, Johanna

* 18.9.1969 Bregenz

Komponistin

Die Urgroßnichte des Wiener Schriftstellers Heimito von D. (1896–1966) erhielt ihre erste musikalische Ausbildung am Landeskonservatorium Vorarlberg, dazu kam ein Privatstudium (Komposition) bei G. Amann. Ab 1993 an der MHsch. Graz (bei B. Furrer) und ab 1996 an der MHsch. Wien (Komposition und Musiktheorie bei E. Urbanner sowie Film- und Medienkomposition bei K. P. Sattler). 1995 Gründung des Ensembles Die Sirenen. Teilnahme an internationalen Meisterkursen, Auftragskompositionen für Festivals und Opernhäuser (Wiener Staatsoper, Staatstheater am Gärtnerplatz München). 2024 komponierte sie als erste Frau mit ihrer Friedensmesse eine Auftragswerk für die Wiener Hofkapelle. Ihre Musiksprache fand nach einer langjährigen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Kompositionstechniken zu einer Ausdrucksweise, die auch die Tonalität miteinbezieht. D. lebt seit 2000 als freischaffende Komponistin in Wien.

Ehrungen

  • u. a. Wiener Symphoniker Stipendium 2001
  • Österr. Staatsstipendium für Komponistinnen und Komponisten 2002
  • Kulturpreis der Stadt Feldkirch und der Stadt Wien (Sparte Musik) 2002
  • Ernst Krenek Preis für die Oper Der leuchtende Fluss 2014
  • Vorarlberger Kompositionspreis 2020

Werke

Opern (Der leuchtende Fluss, UA Erfurt/D 2010; Operneinakter (Die Fremde, UA 2001, Strom UA Wien 2006, Fatima, oder von den mutigen Kindern [Kinderoper] UA Wien 2015); Kurzoper Falsch verbunden 2006; Liliom UA München 2016; Schuberts Reise nach Atzenbrugg 2020); Friedensmesse UA Wien 2024; zwei Symphonien; Werke für Orch. (Violinkonzert); Kammermusik; Chöre; Lieder.

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

Autorinnen

  • Andrea Harrandt
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

29.4.2024

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Monika Kornberger, Art. „Doderer, Johanna“ (29.4.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbd9 (abgerufen am )

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