Dettelbach (Dettlbach, Tedelbach, Tedlbach), P. Gaudentius OFM (Leopold)

* 22.9.1739 Ungarisch Altenburg (Magyaróvár/H), † 8.10.1818 Eisenstadt

Komponist und Organist

In der Musik war D. Schüler seines Vaters Laurentius Erasmus Tödlbach (1704–80), des deutschen Schulmeisters in Ungarisch Altenburg. Am 28.8.1757 trat er in den Franziskanerorden ein, nach dem Noviziat (Malacky/SK) und Philosophiestudium (Pest [Budapest]) studierte er Theologie in Pressburg (1761–63), am 19.3.1763 wurde er zum Priester geweiht. Danach wirkte D. als Organist, Direktor bzw. Magister chori und Musiklehrer in verschiedenen Klöstern der Marianischen Provinz: Raab (Györ/H, 1764–69), Pressburg (1769–71, 1773–78), Tyrnau (Trnava/SK 1771–73), Pest (1778–79). Seit 1779 war er Organist, Vikar bzw. Guardian in Frauenkirchen/Bl, seit 1791 bis zum Lebensende in Eisenstadt (bis 1810 auch Klostervikar). Ende der 1760er Jahre hat D. die Musikreform in der Marianischen Provinz durchgeführt (Missale Romanum Mariano-Seraphicum 1770 bzw. Antiphonarium Romanum Mariano-Seraphicum 1771) und insgesamt mindestens 11 Bücher mit Kirchenmusik für die verschiedenen Klöster geschrieben. In seinem Spätschaffen hat er mehrere Themen von J. Haydn und W. A. Mozart bearbeitet.

Werke

ausschließlich Kirchenmusik, mehr als 100 Werke, Messen (Franziskanermesse), Litaneien, Marianische Antiphonen, Hymnen, Offertorien, Motteten, Arien, Kirchenlieder.

Literatur

Autor

  • Ladislav Kačic

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Ladislav Kačic, Art. „Dettelbach (Dettlbach, Tedelbach, Tedlbach), P. Gaudentius OFM (Leopold)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc6a (abgerufen am )

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