D. trat 1862 in das Stift St. Florian ein und wurde 1867 zum Priester geweiht. 1867–73 Aushilfspriester in Ansfelden, 1873/74 Kaplan an der Stiftspfarre St. Florian. 1874–97 Prof. für Fundamentaltheologie, 1874–1907 Prof. für Dogmatik an der stiftseigenen theologischen Lehranstalt, ab 1884 zusätzlich Regens chori als Nachfolger von I. Traumihler, der einen seiner Texte vertonte. Neben theologischen verfasste D. auch musikalische Schriften, Zeitungsbeiträge und Rezensionen, u. a. für die Theologisch-Praktische Quartal-Schrift, den Augustinus und das Allgemeine Literaturblatt sowie einige Vertonungen zu Theaterstücken seines Mitbruders W. Pailler. D. war ein Verehrer A. Bruckners, stand mit diesem in Briefkontakt und war 1892 der Dirigent der UA von dessen Hymnus Vexilla regis (WAB 51) in St. Florian.
Werke
Hymne an die Musik (M: I. Traumihler; Ms. im Stiftsarchiv St. Florian); Kompositionen für W. Pailler: Volksthümliche Krippen-Spiele für Jugend-Vereine 1875, Weihnachts-Spiele für Mädchen 1875, Religiöse Schauspiele für Mädchen 1876, Neue religiöse Schauspiele für Mädchen 1896.
Schriften
- Bernhard Deubler, Praelectionum ex Theologia fundamentali. Liber I. de religione generatim eiusque praeambulis, quem in usum clericorum regularium in instituto theologico canoniae ad St. Florianum scientiae sacrae incumbentium ex variis auctoribus concinnavit Bernhard Deubler, Steyr 1887
- Bernhard Deubler, „Verzeichnis der kirchenmusikalischen Aufführungen im regulirten Augustiner-Chorherrenstifte St. Florian (seit Beginn dieses Jahres)“, in: Christliche Kunstblätter 28 (1887)
- Bernhard Deubler, „Die Instrumental-Messe von C. Greith in Brixen“, in: Christliche Kunstblätter 31 (1890)
- Bernhard Deubler, „Chorherr und Theologie-Professor Josef Weiß in St. Florian. Kurzes Lebensbild“, in: Theologisch-Praktische Quartal-Schrift 53 (1900), 313–323
- Bernhard Deubler, „Ignaz Traumihler (Nekrolog)“, in: Fliegende Blätter für katholische Kirchen-Musik 19/11 (1884), 109f
Literatur
- Lambert Guppenberger, Bibliographie des Clerus der Diöcese Linz von deren Gründung bis zur Gegenwart 1875–1893, Linz 1893, 29
- Berthold Otto Černik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag, Wien 1905, 159f
- Arnold Blöchl, Melodiarium zu Wilhelm Paillers Weihnachts- und Krippenliedersammlung, herausgegeben in den Jahren 1881 und 1883, Teil 1, Wien 2000 (Corpus Musicae Popularis Austriacae 13/1), 62
- Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur: Von 1850 bis 1900, hrsg. von Otto Brunken u. a., Berlin/Heidelberg 2008, 1075
- Elisabeth Maier, Art. „Deubler, Bernhard CanReg“ (9.1.2019), in: Anton Bruckner-Lexikon online, www.bruckner-online.at/ABLO_d1e880 (17.3.2026)
- Sacra.Wiki, https://sacra.wiki/index.php/Bernhard_Deubler (17.3.2026)
- eigene Recherchen
Abbildungen
Autorin
- Eva Maria Hois
Letzte inhaltliche Änderung
10.9.2026Empfohlene Zitierweise
Eva Maria Hois, Art. „Deubler, Bernhard“ (10.9.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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