Decsey, Ernst Heinrich Franz

* 13.4.1870 Hamburg/D, † 12.3.1941 Wien

Musikkritiker und Schriftsteller

Jusstudium an der Wiener Univ. (Doktorat 1894), daneben 1889–93 Ausbildung am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde (1888/89 Harmonielehre bei A. Bruckner, ab 1889/90 Klavierausbildung bei W. Schenner und Komposition bei J. N. und R. Fuchs). 1899–1921 Musikreferent der Grazer Tagespost, 1908 Chefredakteur. 1907–11 Philosophiestudium an der Grazer Univ. 1920–38 Musikreferent des Neuen Wiener Tagblattes, lehrte Musikgeschichte und Ästhetik am Neuen Wiener Konservatorium. Publikationen über H. Wolf (vierbändige Biographie), A. Bruckner, Joh. Strauss, F. Lehár, Claude Debussy; verfasste Romane, Erzählungen und Theaterstücke: u. a. gemeinsam mit V. Léon Der Musikant Gottes. Vier volksdümmliche [!] Bilder aus dem Leben A. Bruckners, ein Werk, das das Bruckner-Bild vom ländlich-naiven und gläubigen Komponisten verfestigte.

Gedenkstätten

  • ehrenhalber gewidmetes Grab am Friedhof Hietzing (Wien XIII, s. Abb.)

Ehrungen

  • Prof.-Titel 1924

Werke

Theaterstücke: u. a. gem. m. V. Léon, Der Musikant Gottes 1924; Der unsterbliche Franz [Schubert] 1926; Sissy 1932 (M: F. Kreisler); gem. m. Gustav Holm, Marie d’Agoult 1936; Opernlibretti: Dame im Traum 1935 (M: F. Salmhofer), Die Kathrin 1937 (M: E. W. Korngold); Romane.

Schriften

Biographien

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

25.8.2020

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Decsey, Ernst Heinrich Franz“ (25.8.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb74 (abgerufen am )

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