Erlernte nach seinem Theologiestudium in Görz (Gorizia/I; Priesterweihe 1750) ab 1754 in Venedig bei Petrus Nacchini das Orgelbauerhandwerk. Ab 1758 ist er als selbständiger Orgelbauer nachweisbar, zuerst in Wippach in Krain (Vipava/SLO), ab 1764 in Oberösterreich. Ch. baute zahlreiche Orgeln im heutigen Slowenien (Laibach), Oberösterreich (u. a. Engelszell, St. Florian, Steyr, Linz), in der Steiermark (Admont) und in Wien (St. Laurenz am Schottenfeld); sein letztes Werk, die Orgel der Pfarrkirche in Rottenmann, wurde durch seinen Schüler P. Hötzl vollendet. Ch. arbeitete auch in Baden, Waidhofen an der Ybbs und Garsten. Er adaptierte Nacchinis spätbarocke Bautradition für die Anforderungen der Musik der Wiener Klassik und des darauf folgenden Biedermeier; seine Werke wurden hinsichtlich der modernen Klangkonzepte (mehrchörige Register, Streicherstimmen etc.) zum Vorbild für die österreichischen Orgelbauer des 19. Jh.s.
Literatur
- MGG 4 (2000)
- NGroveD 5 (2001)
- BrucknerH 1996
- E. Skulj in SK 42 (1995)
- Eberstaller 1955
Autor:innen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
25.9.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Chrismann (Crisman, Krismann), Franz Xaver“ (25.9.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cae6 (abgerufen am )
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