Hötzl (Hölzl, Hölzel), Familie

Orgelbauer

Peter Peregrin: * 10.3.1751 Grulich/Böhmen (Králiky/CZ), † 12.9.1827 Buchholz bei Garsten/OÖ. Soll bei einem Silbermann (mgölicherweise Johann Daniel Silbermann, * 31.5.1717 Straßburg/F, † 9.5.1766 Dresden/D) in Dresden gelernt und zuletzt nahezu sechs Jahre bei Fr. X. Chrismann gearbeitet haben. Vermutlich hat er bereits 1783 dessen Werkstatt in Garsten übernommen (Taufe eines Sohnes in Garsten am 6.10.1783), jedenfalls kaufte er 1786 hier ein Haus (Rieglerhaus am Pichl Buchholz Nr. 4, heute Buchholzstraße 11) und 1795 vollendete er Chrismanns letztes Werk in Rottenmann. Er gilt als eigentlicher Fortsetzer von dessen spätbarocker Bautradition und bedeutendster Orgelbauer der Zeit in Oberösterreich. Wie andere verfertigte er auch Clavichorde (Klavichord). Bekannt sind (z. T. noch erhaltene) Orgeln in Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark.

Werke

Weistrach/NÖ 1785, Behamberg/NÖ 1789, Rottenmann 1795, Adlwang/OÖ 1795, Sindelburg/NÖ 1797, Fischlham/OÖ nach 1792, Vorchdorf 1799 [s. Abb., Originalriss erhalten], Ardagger 1804, Säusenstein/NÖ 1809, Steinbach an der Steyr/OÖ 1811, St. Lorenzen im Paltental/St 1819, Weichstetten/OÖ 1820, Scharten/OÖ 1821, Frauenberg bei Admont/St 1822/23.

Haus und Werkstatt übernahm sein Sohn und wohl auch Schüler

Simon Anton: * vor 1783 (Ort?) [nicht Garsten], † 29.2.1868 Buchholz bei Garsten. Von ihm sind Werke aus derselben Region nachweisbar.

Werke

Gaishorn am See/St 1823, Windischgarsten/OÖ 1823/24, Weißkirchen an der Traun/OÖ 1824, Bad Ischl (Stadtpfarre) 1824/25, Grünau im Almtal/OÖ 1824/25, Pinsdorf/OÖ 1826, St. Valentin/NÖ 1826/27, Kirchdorf an der Krems/OÖ 1829, Judenburg (Stadtpfarre) 1829, Ruprechtshofen bei Melk/NÖ 1831, St. Johann am Tauern/St 1831, Gmunden (Stadtpfarre) 1832, Maria Neustift/OÖ 1834, Lauffen bei Ischl/OÖ 1835, (Bad) Goisern 1839, Nußbach im Kremstal/OÖ 1839/40, Altenmarkt bei St. Gallen/St 1841, Wallfahrtskirche Frauenstein in Ramsau (Molln/OÖ) 1846, Erla bei St. Pantaleon/NÖ 1850, Altschwendt/OÖ 1850, Buchkirchen bei Wels/OÖ 1851, Wartberg an der Krems/NÖ 1853.

Nachfolger wurde dessen Sohn

Franz Xaver: * 22.6.1825 Buchholz bei Garsten, † 15.2.1874 Buchholz bei Garsten. Auch er arbeitete in derselben Gegend. Ein angeblich ca. 1850 in Altenmarkt/St genannter Martin H. geht auf einen Lesefehler zurück.

Werke

Neuhaus/NÖ 1856, Garsten (Gefangenenhaus) 1856/57, St. Gotthard bei Melk/OÖ 1858, Tauplitz/St 1859, Weistrach 1860, Garsten (ehem. Stiftskirche 1863).

Literatur

Abbildungen

Autoren

  • Karl Mitterschiffthaler
  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

3.7.2019

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Karl Mitterschiffthaler, Art. „Hötzl (Hölzl, Hölzel), Familie“ (3.7.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000224a3 (abgerufen am )

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