Schon auf dem elterlichen Bauernhof (Thurnhauserhof) baute der talentierte B. gute Gitarren, Zithern und Geigen, einen Typus, den er selbst ausgezeichnet beherrschte. Im Ersten Weltkrieg schwer verwundet, erhielt er als Auszeichnung die sog. Maria Theresianische Konzession, für B. der Meisterbrief als Instrumentenmacher. Anfang der 1920er Jahre ließ er sich in Brixlegg/T nieder und eröffnete eine Instrumentenbauerwerkstatt. Als Grundform für seine Harfen übernahm er das siebenpedalige Modell von Josef Sappl sen. (1862–1925) aus Kundl/T.
F. B. hat über 700 Harfen von hoher Qualität gefertigt und gilt als der bedeutendste Tiroler Harfenbauer. Für viele Instrumentenmacher hat er Vorbildcharakter. Besonderen Ruf genossen auch die von B. gefertigten Saiten.
Literatur
- P. Kostner, Die Volksharfe in Tirol 1991, 60–67
- S. Landmann in Sänger- und Musikanten-Zeitung 7 (1964)
- U. Neubacher in Vereinigung deutscher Harfenisten e. V., Mitteilungsblatt Nr. 64 (1995)
Autor
- Dagmar Droysen-Reber
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Dagmar Droysen-Reber, Art. „Bradl, Franz“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc60 (abgerufen am )
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