Arabeske

In der bildenden Kunst ein Blattrankenornament

Von E. Hanslick benutzter Begriff, der die Unabhängigkeit der Instrumentalmusik von außermusikalischen Affekten und Programmen veranschaulichen soll. Kennzeichen einer musikalischen A. sei die formale Gesetzmäßigkeit und die wohlgegliederte Symmetrie des Ganzen und seiner Teile. In ähnlicher Weise verwendet Hanslick die Begriffe „Kristall“ und „Kaleidoskop“. Vor ihm wurde der Begriff A. zur Kennzeichnung von a-mimetischer Kunst und Musik bereits von Immanuel Kant und Georg Nägeli verwendet.

Charakterstücke mit der Bezeichnung A., wie sie u. a. R. Schumann, Max Reger und Claude Debussy für Klavier schrieben, spielten in Österreich kaum eine Rolle.

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Arabeske“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f71a (abgerufen am )

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