Arányi-Aschner, Georg

* 16.3.1923 Budapest, † 24.5.2018 Graz [begr. Mogersdorf/Bl]

Komponist, Musikpädagoge

Wuchs in einer musikalischen Familie zweisprachig (ungarisch/deutsch) auf. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Mutter, einer Klavierlehrerin. Erste Kompositionsversuche schon als Kind, seine erste Sonatine spielte er im Alter von 12 Jahren in Budapest öffentlich. 1935–44 Studium an der MAkad. Budapest (Klavier, Komposition, Dirigieren, Basstuba, Oboe). Darüber hinaus Unterricht bei Zoltán Kodály (ungarische Volksmusik), László Lajtha (Komposition) und Leó Weiner (Kammermusik). Nach dem Studium Unterrichtstätigkeit in Székesfehérvár/H, ab 1964 in Budapest. 1967 Flucht nach Österreich, wo er zunächst in Wien am Raimundtheater als Studienleiter und Korrepetitor und am Prayner-Konservatorium als Klavierpädagoge wirkte. Ab 1969 an der Grazer MHsch. Tätigkeit als Lehrbeauftragter in verschiedenen theoretischen Fächern (Pensionierung Ende 1988 als ao. Prof., Lehrauftrag bis Oktober 1997). Ab 1995 lebte er in Mogersdorf. A.-A.s Stil war klassischen Grundprinzipien verpflichtet und vom ungarischen Volkslied geprägt, wenngleich dessen Einfluss mit der Zeit abnahm.

Ehrungen

  • Goldenes Ehrenzeichen der Accademia dell’Arte e Lavoro, Accademico Italiano
  • Ehrendoktorat der Universidad Interamericana de Ciencas Humanisticas 1987

Werke

rund 1250 Werke, v. a. Solowerke, Kammermusik, Lieder (s. Tbsp.); Kirchenmusik; 5 Symphonien und Symphonische Dichtungen.

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

© 1990 KKM-Records

Autorinnen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

29.7.2024

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Monika Kornberger, Art. „Arányi-Aschner, Georg“ (29.7.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f71b (abgerufen am )

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