Sohn des Bräumeisters Josef Z. und der Ursula Wieshofer. Z. besuchte das Gymnasium in Linz und Krems und studierte ab 1866 Jus an den Univ.en Wien und Graz (1872 Dr.). Seit 1869 war er Mitglied der Akademischen Burschenschaft Oberösterreicher Germanen in Wien. 1871 begann er eine Juristenlaufbahn (Wien, Gmunden, Urfahr/OÖ, St. Johann im Pongau/Sb, Saalfelden/Sb, 1877–85 neuerlich Urfahr, ab 1885 Bezirksrichter in Bad Leonfelden/OÖ, ab 1895 in Eferding; Pensionierung 1915 als Vizepräsident des Landesgerichts). Z., der sich besonders der Erforschung und Verbreitung des Werks von F. Stelzhamer widmete, gründete 1882 gemeinsam mit A. Matosch und H. Commenda den Stelzhamer-Bund. Als solcher war er mitverantwortlich für die Herausgabe der Schriftenreihe Aus dá Hoamát. Den Komponisten H. Schnopfhagen ermutigte er zur Schöpfung des Hoamatgsang, der späteren oberösterreichischen Landeshymne. Für den Arbeitsausschuss für Oberösterreich des Österreichischen Volksliedunternehmens (nachmals Oberösterreichisches Volksliedwerk) war Z. als Sammler für den Bereich Eferding zuständig.
Gedenkstätten
- Reliefportrait am Hansberg bei St. Johann am Wimberg/OÖ
- Gedenktafel am Geburtshaus
- Zötlweg (Linz)
- Dr.-Zötl-Weg (Bad Leonfelden)
- Dr.-Hans-Zötl-Weg (Eferding)
Ehrungen
- Landesgerichtsrat
- Ritter des Franz Joseph-Ordens
- Ehrenmitglied des Oberösterr. Volksbildungsvereins 1910
- Goldenes Turnerbund-Ehrenzeichen 1928
Werke
Franz Stelzhamer in Heimgarten (Singspiel m. Git. u. Zither).
Schriften
- Franz Stelzhamer 1899/1900
- Franz Stelzhamer unser Heimatführer 1928
- Hg. (z. T. gem. m. A. Matosch u. H. Commenda) Reihe Aus dá Hoamát, 31 Bde. 1885–1937
Literatur
- F. Manzenreiter in Oberösterr. Heimatbll. 59 (2005)
- Wurzbach 60 (1891)
- Krackowizer/Berger 1931
Links
Autoren
- Christian Fastl
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
14.4.2021Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Klaus Petermayr, Art. „Zötl, Hans“ (14.4.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7c2 (abgerufen am )
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