Erscheint erstmals am 20.8.1714 in der Nachfolge von Franz Anton Payr als Kapellmeister des Fürsten M. Esterházy, der später bei zwei Kindern Z.s als Taufpate fungierte. 1715 begründete die szenische Aufführung von Z.s Namenstagskantate für den Fürsten, Das wahre Ebenbild, die Esterházysche Musiktheatertradition. Das Kapellmeisteramt hatte Z. bis 1721 inne, danach versahen wieder Franz Anton Payr (1721/22–27, † 1733) und Johann Georg Thonner (1723–28, † 1761) als Chormeister gewisse Kapellmeisteraufgaben, bis 1728 G. J. Werner Esterházyscher Kapellmeister wurde.
Werke
(großteils verschollen): Kirchenmusik (Messe, Requiem, Vesper, marianische Antiphonen, Weihnachtslieder), Kantaten u. (Karfreitags-)Oratorien, Opern.
Literatur
- J. Pratl, Acta Forchtensteiniana 2009
- U. Tank, Studien zur Esterházyschen Hofmusik von etwa 1620 bis 1790 , 1981, 129–132, 144f, 147–157 u. 163
- H. Dreo in Jb. f. österr. Kulturgesch. 1 (1971), Halbbd. 2
- J. Hárich in Burgenländische Heimatbll. 38 (1976)
- EitnerQ 10 (1904)
- MGG 6 (2001) [Esterházy]
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Zivilhofer (Zivilhoffer), Wenzel Franz“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7bb (abgerufen am )
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